Cisco-Chef: USA und BRD sollen Spionage-Aktivitäten offenlegen

Usa, Weißes Haus, America Bildquelle: whitehouse.gov
Vor dem Hintergrund der Snowden-Enthüllungen hat der Chef des weltweit größten Netzwerkausrüsters Cisco, John Chambers, von den Regierungen der USA und auch Deutschlands gefordert, die Öffentlichkeit genauer über die Arbeitsweise ihrer Geheimdienste zu informieren.
"Wir müssen uns auf gemeinsame Standards und Verhaltensregeln verständigen, die eindeutig festlegen, welche geheimdienstlichen Maßnahmen in den jeweiligen Ländern akzeptiert werden und welche nicht. Sonst geht es hier bald zu wie im Wilden Westen", sagte Chambers gegenüber der Wochenzeitung Die Zeit (morgige Ausgabe).

Dessen geschäftlicher Verantwortungsbereich ist von den Enthüllungen direkt betroffen und könnte durch die bekannt gewordenen Aktivitäten des US-Geheimdienstes NSA insbesondere im Export-Geschäft negative Auswirkungen erleben. Daher hatte sich Chambers zuvor bei US-Präsident Barack Obama beschwert, weil der Verdacht aufkam, dass die NSA für den Export bestimmte Cisco-Produkte abfange und mit Spionagetechnik versehe.

"Deutschland und die USA sind enge Verbündete", sagte Chambers nun. "Also sollten unser Präsident und die deutsche Kanzlerin vorangehen und Verhaltensregeln für die Arbeit ihrer Behörden erarbeiten. Dazu gehört auch, dass sie zunächst ihre Interessen und Standpunkte offenlegen."

Zwiegespalten bei Snowden

Der Manager zeigte dabei auch eine gewisse Sympathie für die Debatte um den Whistleblower Edward Snowden, der die Arbeit der US-Geheimdienste publik machte. "Als Geschäftsmann bin ich nicht der geeignete Ansprechpartner, um das zu kommentieren. In einem größeren Zusammenhang finde ich diese Diskussion aber sehr wichtig. Unsere Regierungen sind es uns schuldig, uns darüber aufzuklären, was sie tun und was sie nicht tun", sagte Chambers.

Dass aber die US-Justiz ein Ermittlungsverfahren gegen Snowden eingeleitet hat, findet Chambers nicht verkehrt. "Es ist sehr wichtig, dass jedes Land seine Vorschriften hat, was Sicherheit und den Zugang zu Informationen angeht. Man braucht klare Regeln darüber, was vertraulich bleiben muss und was anderen weitergegeben werden darf. Die Entscheidung darüber darf nicht ins Ermessen eines Einzelnen gestellt werden", sagte er. Usa, Weißes Haus, America Usa, Weißes Haus, America whitehouse.gov
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