USA-Europa: Unterseekabel von Telia Sonera hatte eine Störung

Meer, Fisch, Walhai Bildquelle: Radiomontecarlo
Der skandinavische Netzwerkbetreiber TeliaSonera hatte in der letzten Nacht mit Problemen bei einem seiner Unterseekabel zu kämpfen. Dabei handelte es sich um eine der wichtigsten Daten-Verbindungen zwischen Europa und den USA.
Von der Störung waren verschiedene große Cloud-Dienstleister betroffen. So meldeten laut einem Bericht des britischen Magazins Register beispielsweise die Unternehmen Cloudflare und DigitalOcean signifikante Verbindungsprobleme zwischen den Datenzentren auf beiden Kontinenten. Die Probleme konnten von diesen allerdings relativ schnell abgestellt werden, da Firmen dieser Größe in der Regel über Kapazitäten in mehreren Leitungen verfügen und ihren Traffic kurzfristig umrouten können.

Auf den falschen Weg geschickt

TeliaSonera bestätigte, dass es zu Problemen mit der Verbindung gekommen sei. Den Angaben zufolge soll ein fehlerhaftes Update die Störung verursacht haben. Allerdings ging man nicht näher darauf ein, mit welchen Konsequenzen dies konkret verbunden war.

Allerdings kann Cloudflare aufgrund der eigenen Beobachtungen einen Erklärungsansatz bieten. Nach dem Netzwerk-Monitoring des Dienstleisters deutete einiges darauf hin, dass das fragliche Update den Traffic, der eigentlich nach Nordamerika gehen sollte, auf eine falsche Route geschickt hat. Denn Datenströme, die eigentlich direkt in Richtung USA gehen sollten, liefen plötzlich nicht mehr durch das Unterseekabel, sondern fanden ihren Weg über eine verworrene Strecke, die dann über Hongkong in Richtung Nordamerika führte. Statt dem direkten Weg begaben sich die Pakete also auf eine Reise um die Welt.

Während Cloudflare selbst schnell auf alternative Strecken ausweichen konnte, dauerte es bei TeliaSonera einen Moment, bis die ersten Gegenmaßnahmen der Administratoren Wirkung zeigten. "Wann immer einer der großen Provider ein Problem hat, zeigt sich die Fragilität des Internets", kommentierte Cloudflare-Chef Matthew Prince den Vorfall. Bei dem gestörten Kabel soll es sich um die Verbindung TAT-14 gehandelt haben, die Großbritannien, Frankreich, die Niederlande, Deutschland und Dänemark über mehrere 10-Gigabit-Schnittstellen mit den USA verbindet. Meer, Fisch, Walhai Meer, Fisch, Walhai Radiomontecarlo
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