Vietnam: Foxconn beurlaubt Arbeiter zum Schutz vor Krawallen

Produktion, Foxconn, Arbeiter Bildquelle: N­icola­s Bou­llosa­
Die Krawalle der letzten Tage in Vietnam haben den weltgrößten Auftragshersteller Foxconn nun dazu bewogen, seine dortigen Fabriken für mehrere Tage stillzulegen. Auf diese Weise sollen die dort beschäftigten Mitarbeiter vor gewaltsamen Übergriffen geschützt werden.
"Die Beschäftigten in unseren Fertigungsanlagen in Vietnam gehen ab dem 17. Mai aus Sicherheitsgründen für drei Tage in den Urlaub", teilte das Unternehmen in einer Stellungnahme laut dem Wall Street Journal mit. Unter der Hand erfuhr die Wirtschaftszeitung weiter, dass die meisten der chinesischen und taiwanischen Manager außerdem vorübergehend in ihre Heimatländer geflogen wurden.

Hintergrund der Vorkommnisse in Vietnam ist ein seit Jahrzehnten andauernder Territorialstreit zwischen dem Land und China. Hier geht es vor allem um die Xisha-Inseln im südchinesischen Meer, die von beiden Staaten beansprucht werden. Nach einem Gefecht im Jahr 1974 kontrolliert China die Inseln.

Probebohrung lässt Konflikt wieder aufflammen

Viele Jahre war auch Ruhe in den Konflikt eingekehrt und die Beziehungen zwischen den beiden Ländern besserten sich zusehends. Chinesische Investoren tragen inzwischen auch zu einem guten Teil zur Wirtschaftsleistung des Landes bei. Anfang des Monats verlegte China nun aber seine leistungsstärkste Bohrplattform in die Nähe der Inseln, um Probebohrungen nach Erdöl durchzuführen. Nach einigem Hin und Her führte dies in den letzten Tagen zu massiven Ausschreitungen in Vietnam, die sich vor allem gegen chinesische Betriebe richteten.

Allerdings traf es nicht nur Einrichtungen, hinter denen Chinesen stehen - differenzierte Unterschiede interessieren in solchen Situationen wenig und es traf auch taiwanische, koreanische und japanische Firmen. Weit über 200 Betriebe sollen inzwischen geplündert oder niedergebrannt worden sein. Es gab bereits hunderte Verletzte und mehrere Tote.

Die Fabriken von Foxconn, die eigentlich taiwanischen Ursprung haben, sind bisher verschont geblieben. Allerdings besteht das Risiko, dass auch diese in den kommenden Tagen zum Ziel von Ausschreitungen werden. Daher will man nicht das Risiko eingehen, dass die eigenen Beschäftigten zur Zielscheibe werden und wird in den kommenden Tagen beobachten, wie sich die Lage weiter entwickelt. Produktion, Foxconn, Arbeiter Produktion, Foxconn, Arbeiter N­icola­s Bou­llosa­
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