Kunde deckt Falsch-Bewertungen auf & wird verklagt

Amazon, Logo, Versandhandel Bildquelle: DPA
Nicht nur in Deutschland müssen sich Kunden Sorgen machen, aufgrund von schlechten Bewertungen bei Amazon verklagt zu werden. Wie Ars Technica berichtet, gibt es jetzt einen Fall, der der 70.000€-Klage aus Augsburg ähnelt.
Zur Erinnerung: erst kürzlich war ein Report über einen jungen Mann in den Medien verbreitet worden, der nachdem er eine schlechte Bewertung bei Amazon abgegeben hatte, von dem betroffenen Marketplace-Händler auf Schadensersatz verklagt wurde. Insgesamt fordert der Händler rund 70.000€.

Zwar sieht es aktuell so aus, als dass der Händler kaum eine realistische Chance vor Gericht hat. Jedoch greift nun ein wenig die Angst um sich, aufgrund einer schlechten Bewertung verklagt zu werden. Damit ist eine Selbstzensur zur Vorsicht vorprogrammiert.

Falsch-Bewertungen aufgedeckt

Jetzt der neue Fall aus den USA: Der startete eigentlich bereits im vergangenen September, spitzt sich aber erst jetzt so richtig zu. Denn Amazon hat auch in diesem Fall nun in dieser Woche entschieden, dem betroffenen Händler das Konto zu sperren.

Die Vorgeschichte liest sich an sich schon ein wenig wie ein Krimi, wobei es bislang noch nicht um hohe Summen geht - zumindest noch nicht offiziell. Das könnte sich nun ändern, wenn das Unternehmen wie angedroht eine Schadensersatzforderung stellt. Allerdings ist es eine verworrene Story rund um einen PR-Dschungel. Es geht um Eigenbewertungen, gekaufte Meinungen und ein Produkt, das sein Geld nicht wert sein soll. Das Unternehmen soll im großen Stil "Reputations-Management" der besonderen Art betrieben haben.

Es geht dabei um das Unternehmen Mediabridge. Ein Kunde mit dem Pseudonym TD hatte einen Router der Firma über Amazon erworben und mit seiner Rezension nicht nur über das Produkt selbst sondern auch über die auffälligen 5-Sterne-Produktbewertungen geschrieben, die seiner Meinung nach alle von dem Unternehmen selbst stammen müssten.

Dabei hatte er auf einen Medienbericht hingewiesen, der die Router der Firma als billige Kopien entlarvte. Es hieß, das Unternehmen habe nur das Gehäuse selbst entwickelt und unter der eigenen Marke überteuert herausgegeben, der Inhalt stamme von einem Unternehmen namens Tenda. Bei den Rezensionen selbst waren die meisten, die sich tatsächlich auf den Router bezogen negativ, die positiven Bewertungen sprachen teils von Glühbirnen oder auch anderen technischen Gerätschaften.

Shitstorm

Zunächst gab es keine Reaktion auf die Bewertung durch TD vom Unternehmen, sehr wohl aber aus der Community. Viele Nutzer bedankten sich für die Aufklärung und bewerteten das Produkt ebenfalls entsprechend schlecht. Schließlich erhielt TD Post von den Anwälten von Mediabridge, eine Unterlassungsklage.

Nachdem jetzt in dieser Woche bekannt wurde, dass das Unternehmen seinen Kunden unter Druck setzte, schloss Amazon das Verkäufer-Konto. Wahrscheinlich ist TD nicht der einzige, der Post von Mediabridge bekam. Derzeit sind die fraglichen Berichte offline, bedingt durch den angelaufenen Rechtsstreit. Arstechnica will den Fall im Auge behalten. Amazon, Logo, Versandhandel Amazon, Logo, Versandhandel DPA
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