Springer-Chef: "Wir haben Angst vor Google"

Verlag, Axel Springer, Mathias Döpfner Bildquelle: Axel Springer
Der Chef des Axel Springer-Verlages, Mathias Döpfner, hat wegen der weitgehenden Abhängigkeit seiner Branche von Google Alarm geschlagen. "Wir haben Angst vor Google", erklärte er in einem offenen Brief an den Aufsichtsrats-Vorsitzenden des weltweit größten Suchmaschinenkonzerns.
"Ich muss das einmal so klar und ehrlich sagen, denn es traut sich kaum einer meiner Kollegen, dies öffentlich zu tun", erklärte Döpfner. Denn Google entwickle sich zunehmend zu der dominierenden Drehscheibe im Internet, an der niemand vorbeikommt, der in der digitalen Welt ein Geschäft aufbauen will. Der Springer-Chef sieht in dem Unternehmen sogar einen "Supra-Staat" entstehen.

Das Verhältnis zwischen den beiden Unternehmen ist zwiespältig. Einerseits geht Springer mit anderen im Rahmen einer Kartellklage vor der EU gegen Google vor und brachte mit seiner Lobby-Macht das Leistungsschutzrecht in Stellung. Auf der anderen Seite verbindet die Firmen eine Kooperation zur Auslieferung von Werbeanzeigen.

Es gibt keine Alternativen

Letzteres würde Döpfner gern anders handhaben, doch dies sei "alternativlos". "Wir kennen keine Alternative, die auch nur ansatzweise vergleichbare technologische Voraussetzungen zur automatisierten Werbevermarktung bietet", erklärte der Springer-Chef. "Wir kennen auch keine Suchmaschinen-Alternative zur Sicherung und Steigerung unserer Online-Reichweite."

Noch im vergangenen Jahr hatte sich der Manager darüber gefreut, dass Google einen wesentlichen Teil der Online-Leser zu den Webseiten seines Verlages spült. Dies ist inzwischen einer anderen Erkenntnis gewichen. "Google braucht uns nicht. Wir brauchen Google", erklärte er nun.

Doch nicht nur für sein Geschäft sieht Döpfner ein massives Problem entstehen. Er wirft Google-Gründer Larry Page vor, "von einem Ort ohne Datenschutzgesetze und ohne demokratische Verantwortung" zu träumen. Der Konzern versuche in alle Lebensbereiche vorzudringen und dort unersetzlich zu werden - und dann wird sich zeigen, ob Google tatsächlich nur Gutes wolle, wie es das Konzernmotto seit jeher behauptet. Verlag, Axel Springer, Mathias Döpfner Verlag, Axel Springer, Mathias Döpfner Axel Springer
Mehr zum Thema: Google Inc.
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