Viele Firmen-Konten über Zeus-Malware geplündert

Zeus, Griechenland, Statue Bildquelle: miriam.mollerus / Flickr
In den USA muss sich nun eine Gruppe vor Gericht verantworten, die mit der seit längerem existierenden Zeus-Malware einen Millionen-Gewinn eingestrichen haben sollen. Das teilte das dortige Justizministerium mit.
Das Verfahren wurde offiziell eigentlich bereits im August 2012 eröffnet. Allerdings hatte man zu dieser Zeit noch keinen Zugriff auf zwei ukrainische Staatsbürger, die als Köpfe der Gruppe gelten. Diese wurden kürzlich aber von Großbritannien an die USA ausgeliefert, so dass der Prozess vor Gericht nun stattfinden kann. Angeklagt sind insgesamt neun Personen, berichtet die NetworkWorld.

Umfangreiche Daten abgegriffen

Die Beschuldigten sollen gezielt Rechner mit der Zeus-Malware infiziert haben, über die Firmen ihre Geschäfte mit einer Reihe großer Banken aus den USA abwickelten. Dabei sei es ihnen nicht nur gelungen, die üblichen Banking-Informationen zu entwenden, sondern auch RSA SecureID-Tokens und andere Daten, die für einen vollumfänglichen Zugang zu den Konten benötigt wurden.

Anschließend nahmen sie mit den fraglichen Banken Kontakt auf und gaben sich als Mitarbeiter der betroffenen Firmen aus, die angeblich berechtigt wären, Finanztransaktionen in deren Namen vorzunehmen. Anhand der gestohlenen Informationen konnten sie dies auch hinlänglich belegen. Wenn sie seitens der Bank akzeptiert wurden, begannen sie damit, Gelder auf Konten im Ausland zu transferieren.

In einigen Fällen wurden auch keine direkten Überweisungen ins Ausland vorgenommen, um möglichst wenig Aufmerksamkeit zu erregen. Hier gingen die Gelder erst an Mittelsmänner innerhalb der USA, die diese dann gegen Provision nach Übersee weiterleiteten. Drei von diesen Helfern stehen in dem Verfahren nun ebenfalls vor Gericht.

Die Hauptangeklagten sollen ihr kriminelles Geschäft von Großbritannien aus betrieben haben. Nachdem die Sache ruchbar wurde und die Behörden Ermittlungen aufnahmen, konnten die Beschuldigten dort von der Polizei festgesetzt werden. Zeus, Griechenland, Statue Zeus, Griechenland, Statue miriam.mollerus / Flickr
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