Dating-Seite ruft Nutzer zur Abkehr von Firefox auf

Mozilla, Ceo, Mozilla Foundation, Brendan Eich Bildquelle: Mozilla
Die große US-Dating-Plattform OkCupid protestiert auf ungewöhnliche wie konsequente Art und Weise gegen die Bestellung von Brendan Eich zum Mozilla-CEO: Sie zeigt Firefox-Nutzern einen Aufruf zum Umstieg an.
Trotz aller Beteuerungen, dass man auch bei Mozilla selbstverständlich für die Gleichheit homosexueller Paare ist, gehen die Proteste gegen die Macher des Firefox-Browsers weiter. Nachdem zunächst Drittentwickler und wenig später auch zahlreiche Mozilla-Mitarbeiter sich gegen die Bestellung von Brendan Eich ausgesprochen haben und seinen Rücktritt fordern, kommt nun auch noch ein Unternehmen aus der Privatwirtschaft hinzu.



OkCupid, eine bekannte und populäre Kontaktbörse, blendet derzeit allen Firefox-Anwendern eine spezielle Startseite ein: In einem offenen Brief entschuldigt man sich zunächst für diese "Unterbrechung", schreibt aber auch, dass man es vorziehen würde, wenn die Nutzer nicht mit Mozilla-Software auf OkCupid kämen. Grund ist, dass Brendan Eich, der neue Mozilla-CEO, ein Gegner der Rechtegleichheit für schwule Pärchen sei.

Acht Prozent gleichgeschlechtliche Beziehungen

Die Seitenmacher geben an, dass sie sich sehr wohl im Klaren sind, dass Politik nichts auf einer (solchen) Seite zu suchen habe und man auch wisse, dass die Welt größere Probleme als "irregeleitete CEOs" hat. Aber man habe die vergangenen zehn Jahre darauf hingearbeitet, Menschen aller sexuellen Orientierungen zusammenzubringen. Ginge es jedoch nach Leuten wie Eich, dann wären etwa acht Prozent der Beziehungen, die über die Plattform entstanden sind, illegal.

Die Gleichberechtigung sei für die Nutzer wichtig, aber auch professionell für das Unternehmen, so OkCupid. Man empfiehlt den Nutzern deshalb alternative Browser, die man am Seitenende auch verlinkt. Darunter gibt es auch noch eine Erläuterung des Sachverhalts (Eich hat vor einigen Jahren eine kalifornische Anti-Homo-Ehe-Initiative per Spende unterstützt) und ganz am Ende einen Button, mit dem man auch per Firefox auf die Hauptseite gelangt.

In einem Update auf Re/code verteidigt sich Mozilla und beteuert, dass man jede Art von Gleichberechtigung unterstütze. OkCupid habe sich aber aktuell nicht mit Mozilla in Verbindung gesetzt, weder um die Absicht mitzeiteilen noch die Fakten bzw. Vorwürfe zu bestätigen. Allerdings sind diese "Fakten" auch intern alles andere als unumstritten (s. u.).

Siehe auch: Mozilla-Mitarbeiter rebellieren gegen neuen CEO Eich Mozilla, Ceo, Mozilla Foundation, Brendan Eich Mozilla, Ceo, Mozilla Foundation, Brendan Eich Mozilla
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