Kill-Switch für Smartphones kann Milliarden sparen

Smartphone, Nec, Wasserkühlung, wassergekühltes Smartphone, NEC Medias X 06E Bildquelle: NEC
Die Integration eines so genannten Kill-Switches, mit dem gestohlene Geräte aus der Ferne komplett unbrauchbar gemacht werden können, würden auf Seiten der Verbraucher zu hohen Einsparungen führen.
Allein in den USA geht es hier um Milliarden-Beträge in jedem Jahr, wie eine Studie von William Duckworth, der an der Creighton University Statistik und Datenanalyse lehrt, zeigt. Dieser kam in seiner Untersuchung auf einen Wert von rund 2,6 Milliarden Dollar.

Hersteller weigern sich bisher

Bisher tun sich die Handyhersteller schwer damit, entsprechende Funktionen in ihre Geräte einzubauen, obwohl Politik und Strafverfolgungsbehörden schon seit Jahren entsprechende Forderungen an sie richten. Allerdings nähert man sich langsam aber sicher an und moderne Smartphones verfügen meist über Technologien, die es dem Besitzer des Gerätes ermöglichen, entweder zumindest seine Daten zu löschen oder den Standort des Handys ausfindig zu machen.

Die Möglichkeit einer kompletten Deaktivierung, die sich auch von Kennern nicht mehr Rückgängig machen lässt, und eine entsprechende Kommunikation einer solchen Funktion an die breite Öffentlichkeit könnte zu einer deutlichen Reduzierung der Smartphone-Diebstähle führen. Denn die Geräte wären danach für nichts mehr zu gebrauchen und somit für den Dieb komplett nutzlos. Mit einem solchen Effekt rechnen zumindest alle, die sich mit der Sache beschäftigten.

Duckworth hat sich nun den Handy-Markt in den USA genauer angesehen und kam zu dem Ergebnis, dass in jedem Jahr allein 580 Millionen Dollar ausgegeben werden, um gestohlene Mobiltelefone zu ersetzen, berichtet die ITWorld. Ließe sich die Diebstahlrate durch einen Kill-Switch deutlich reduzieren, würde dieser Wert zwar wohl nicht auf Null sinken, aber eben doch signifikant kleiner ausfallen.

Das große Geschäft mit Versicherungen

Einen weitaus größeren Effekt sieht der Wissenschaftler allerdings bei den Versicherungen. Die Nutzer in den USA geben inzwischen 4,8 Milliarden Dollar im Jahr aus, um für ihre teuren Smartphones einen Versicherungsschutz zu erhalten. Wenn die Verluste durch Diebstahl deutlich zurückgingen, müssten diese Fälle auch nicht mehr über diesen Weg abgesichert werden. Duckworth geht nach seinen Berechnungen davon aus, dass die Beiträge dadurch um einen Wert sinken können, der sich im Jahr dann auf insgesamt 2 Milliarden Dollar summiert.

Der Mobilfunk-Branchenverband CTIA, in dessen Aufsichtsgremium auch zwei Versicherer sitzen, lehnt einen vollständigen Kill-Switch allerdings weiterhin ab. Zu den genauen Gründen gibt es keine Angaben. Allerdings wären diese vermutlich ohnehin eher Ausflüchte seitens der PR-Spezialisten. Zu vermuten ist hier, dass man wenig Interesse daran hat, die Ersatzkäufe abzustellen. Immerhin bringen diese noch einmal zusätzlich gutes Geld.

Der Verband bietet als Alternative lediglich eine Datenbank, die anhand der Seriennummern verhindert, dass gestohlene Handys noch einmal mit einer SIM-Karte aktiviert werden können. Die Mobilfunkbetreiber, die diese Datenbank abfragen, sind allerdings auf wenige Länder begrenzt. Nach einem Verkauf ins Ausland, was in Zeiten internationaler Online-Marktplätze kein Problem darstellt, ist das Handy also in den meisten Fällen weiterhin von ausreichend Wert, um einen Diebstahl zu rechtfertigen. Smartphone, Nec, Wasserkühlung, wassergekühltes Smartphone, NEC Medias X 06E Smartphone, Nec, Wasserkühlung, wassergekühltes Smartphone, NEC Medias X 06E NEC
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