Testkauf: Wer per Tablet statt PC bestellt, zahlt mehr

Internet, E-Commerce, Kreditkarte Bildquelle: Fosforix / Flickr
Beim Online-Einkauf über das Smartphone oder ein Tablet sollten Nutzer sehr genau auf die Preise achten. Denn diese liegen auf wundersame Weise teilweise deutlich höher als bei Bestellungen über den PC.
Dieses Fazit zog die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nach einer Reihe von Testeinkäufen. Unklar ist bisher, wie es zu den Unterschieden kommt. So könnte es durchaus sein, dass die Händler die Tatsache ausnutzen, dass der Vergleich mit anderen Anbietern auf den mobilen Endgeräten nicht ganz so bequem möglich ist, wie am Rechner. Angesichts der sonstigen Probleme sind aber auch technische Unzulänglichkeiten denkbar.

Vor allem bei Sonderangeboten bleiben die Nutzer von Mobilgeräten oft außen vor. Beispiele dafür zeigten sich im Test beim Technikshop Pearl sowie Hornbach: Die Baumarkt-Kette feierte prominent auf der PC-Seite eine "Raus-damit"-Aktion mit über hundert Artikeln mit deutlichen Preissenkungen. Auf der angepassten Seite für Handys jedoch fahndeten die Tester - selbst mit Hilfe der verdutzten Hornbach-Hotline - vergebens nach den Schnäppchen.

Technisch hinken Online-Shops hinterher

Sogar Apps bereiteten laut den Verbraucherschützern zahlreiche Probleme. Dabei wollen Firmen mit diesen eigentlich zeigen, dass sie sich besonders um Handy-Kunden mühen. Unter Android zeigten sich bei einigen Anbietern Kompatibilitäts-Probleme mit den jeweiligen Geräten. Bei der Teleshopping-Firma QVC wiederum öffnete sich nach der Installation lediglich ein interaktiver Katalog, über den keine Bestellungen abgesetzt werden konnten.

Immer wieder stießen die Tester auch auf Ungereimtheiten bei Produkt- und Preisangaben. Mal fehlten Angebote komplett, mal veränderten sich Preise wie von Geisterhand, wenn ein Produkt von der Suchliste über die Detaildarstellung, den Warenkorb bis hin zur Kasse verfolgt wurde. Mehrere Beispiele dafür bot der Versand-Klassiker Otto. Wenn man hier in der iPad-App eine Sony Kamera, die regulär 149,99 Euro kostete, in den Warenkorb legte, ging der Preis plötzlich auf 169,99 Euro hoch.

Bei weiteren Stichproben legten die Tester im mobilen Warenkorb Produkte ab, die es zeitgleich via PC deutlich billiger gab. Das reichte von 2,09 statt 1,04 Euro für Hygiene-Einlagen bei Allyouneed bis hin zu einem Ultrabook bei Notebooksbilliger, das auf dem mobilen Endgerät statt 699 satte 200 Euro mehr kosten sollte. Gleiches passierte bei Cyberport, Otto und Technikdirekt.

Bei fünf Unternehmen drückten die Mitarbeiter der Verbraucherzentrale per Smartphone auf den Kaufen-Button. Das Ergebnis: Ein überaus teures Vergnügen im Vergleich zum PC-Kauf. Die Wintermütze Pom Pom von Capellishop kostete so statt 3,95 Euro nunmehr fast 10 Euro. Comtech wiederum zog bei einem 47-Zoll-Fernseher satte 150 Euro mehr vom Konto ein: 1.149 statt 999 Euro. Alle fünf Käufe zusammen wären am PC 304,20 Euro billiger gekommen. Internet, E-Commerce, Kreditkarte Internet, E-Commerce, Kreditkarte Fosforix / Flickr
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