UK: Pornofilter-Macher wg. Kinderpornos verhaftet

Geheimdienst, Großbritannien, Grafik, GCHQ Bildquelle: GCHQ
In Großbritannien ist einer der politischen Konstrukteure der umstrittenen Pornofilter-Infrastruktur festgenommen worden. Ihm wird der Besitz von Kinderpornographie vorgeworfen.
Patrick Rock gehörte bisher zu den engsten Beratern des britischen Premierministers David Cameron. Als man im Hause des Premiers Kenntnis davon erlangte, welches Material er sich verschaffte, habe man umgehend die Polizei informiert, hieß es. Rock trat umgehend zurück. Nur einen Tag später erfolgte die Festnahme, berichtete die britische Tageszeitung The Guardian.

Beamte der National Crime Agency durchsuchten im Zuge dessen auch seine Wohnung im Westen Londons und sein Büro. Dabei nahmen die Polizisten die aufgefundenen Computer für weitergehende Untersuchungen mit. Die Vorgänge wurden erst jetzt bekannt und spielten sich bereits Mitte Februar ab.

"Der Premierminister wurde sofort informiert und stets auf dem neuesten Stand gehalten", erklärte ein Sprecher. Nachdem die Mitarbeiter in der berühmten Downing Street No. 10 die Polizei informiert hatten, habe man unverzüglich dafür gesorgt, dass die Ermittler Zugang zum Haus und zu allen relevanten IT-Systemen erhalten. Weitergehende Informationen konnte man derzeit wegen der laufenden Ermittlungen noch nicht bekannt geben.

Sowohl im Amtssitz Camerons als auch in seiner Partei bemüht man sich nun um Schadensbegrenzung. Doch Kenner der politischen Szene in London sehen trotzdem klare Anzeichen dafür, dass dies ein schwerer Schock für die Torys darstellt. Denn der 62-jährige Rock war ein zentraler Bestandteil ihres Feldzuges gegen die vermeintlichen moralischen Verwerfungen im Internet.

Er war im Zuge dessen maßgeblich an dem jüngsten Projekt beteiligt, die großen Internet-Provider zum Aufbau einer Sperr-Infrastruktur zu drängen, die pornographische Inhalte ausfiltern soll. Nach und nach wird dies gerade umgesetzt und wer als Erwachsener zukünftig auf entsprechende Inhalte - oder jenes, was als Kollateralschaden mit gesperrt wird - zugreifen will, muss sich bei seinem Provider explizit freischalten lassen. Geheimdienst, Großbritannien, Grafik, GCHQ Geheimdienst, Großbritannien, Grafik, GCHQ GCHQ
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren39
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 00:00 Uhr F-Secure Internet Security - 1 Jahr / 1 Computer
F-Secure Internet Security - 1 Jahr / 1 Computer
Original Amazon-Preis
22,99
Im Preisvergleich ab
22,99
Blitzangebot-Preis
18,48
Ersparnis zu Amazon 20% oder 4,51

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden