Mt. Gox: War es Diebstahl oder "nur" Inkompetenz?

Bitcoin, Bitcoin-Börse, Mt. Gox Bildquelle: Mt. Gox
Das vorläufige Aus für die einst größte Bitcoin-Börse der Welt hat die Krypto-Währung in eine schwere Krise gestürzt. Eine der größten Fragen lautet: Wie konnte Mt. Gox über Jahre das Verschwinden von rund 400 Mio. $ nicht merken?
Seit dem vergangenen Wochenende ist Mt. Gox nicht mehr im Netz erreichbar. Behörden haben die Ermittlungen aufgenommen, es sieht derzeit auch nicht danach aus, als würde die ehemals beliebteste Bitcoin-Börse je wiederkommen. Experten sind sich sicher, dass sich die Bitcoin-Szene davon erholen wird können, eine Frage könnte aber unbeantwortet bleiben: Wo sind die Bitcoins im Wert von fast 400 Millionen Dollar hingekommen?

The Verge widmet dieser Frage einen längeren Beitrag, beantworten kann man sie aber nicht. Denn das vermeintlich spurlose Verschwinden von exakt 744.408 Bitcoins hat so manche Merkwürdigkeit, die viele darauf schließen lässt, dass es sich nur um einen "Inside-Job" der Verantwortlichen bzw. Mt.-Gox-Mitarbeitern handeln könne.

Die gestohlene Summe ist jedenfalls gewaltig, vor allem wenn man sich den aktuell gesamten Bestand an Bitcoins ansieht: The Verge rechnet vor, dass bei dem virtuellen Diebstahl etwa sechs Prozent aller weltweit existierenden Bitcoins verschwunden sind.

Möglich geworden ist das durch einen jahrelang unbemerkten Bug im Transaktionssystem von Mt. Gox, so lautet zumindest die offizielle Erklärung. Dieser trat jedoch nicht ausschließlich bei Mt. Gox auf, sondern bei vielen anderen Börsen. Doch letztere schafften es, diesen Fehler innerhalb kürzester Zeit zu eliminieren, nicht aber Mt. Gox. Viele Beobachter sind sich sicher, dass man den Bug zwar durchaus übersehen konnte, nicht aber die riesige Summe, die fehlte. Mt. Gox soll jedoch erst reagiert haben, als es schon längst zu spät war.

Der Verdacht vieler fällt eben auf das Team, Mt. Gox-Chef Mark Karpeles wird hier jedoch durchwegs ausgenommen, da die Plattform als sein "Baby" gilt. Möglich ist allerdings, dass einer seiner 18 Mitarbeiter in die Kasse gegriffen hat. Als wahrscheinlich gilt das jedoch nicht, "Hauptverdächtiger" ist und bleibt simple Inkompetenz. Aufgrund der Funktionsweise der Kryptowährung ist es aber durchaus möglich, dass die Schuldigen nie gefunden werden können - sollte das in der Tat so sein, dann ist ihnen einer der größten "Banküberfälle" der Geschichte gelungen. Bitcoin, Bitcoin-Börse, Mt. Gox Bitcoin, Bitcoin-Börse, Mt. Gox Mt. Gox
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