Brüssel schockiert über Folgen von Roaming-Gebühr

Smartphone, Windows Phone 8, Nokia Lumia 610 Bildquelle: Nokia
Wenn Europäer außerhalb ihres Heimatlandes unterwegs sind, schränken sie ihre mobile Internet-Nutzung deutlich ein. Über das große Ausmaß dessen, zeigt man sich in Brüssel schockiert.
Eine Untersuchung, für die 28.000 EU-Bürger befragt wurden, ergab, dass 94 Prozent der Europäer, die außerhalb ihres Heimatlandes unterwegs sind, die Nutzung von Online-Angeboten wegen der anfallenden Mobilfunk-Roamingentgelte weitgehend einstellen. Das hat eine neue Umfrage unter 28 000 EU-Bürgern ergeben. Die EU-Kommission geht davon aus, dass sich die Telekommunikationsunternehmen wegen ihrer derzeitigen Preisgestaltung so einen Markt von ungefähr 300 Millionen Handynutzern entgehen lassen.

Und dies wirke sich aber nicht nur auf die Netzbetreiber, sondern auch auf andere Unternehmen nachteilig aus, beispielsweise auf App-Anbieter. "Ich bin wirklich von diesen Zahlen geschockt. Sie zeigen, dass wir endlich ganze Arbeit leisten und Roamingentgelte abschaffen müssen. Die Verbraucher schränken ihre Handynutzung auf extreme Weise ein, und davon haben auch die Unternehmen nichts", kommentierte Neelie Kroes, Vizepräsidentin der EU-Kommission, die Daten.

Laut der Untersuchung gaben 47 Prozent an, sie würden niemals mobile Internetdienste in einem anderen EU-Land nutzen. Nur jeder zehnte Europäer würde aber zumindest normal auf seine E-Mails zugreifen. Mehr als ein Viertel der Reisenden schaltet außerdem einfach das Handy aus, sobald sie in ein anderes EU-Land kommen.

Millionen Nutzer weichen außerdem auf SMS aus, anstatt für Anrufe zu bezahlen. Vielreisende, die eigentlich potenziell das gewinnträchtigste Marktsegment bilden, schalten die Datenroamingdienste ihres Mobiltelefons sogar eher ab als gelegentlich Reisende. Grund dafür ist nach Ansicht der EU-Kommission, dass Vielreisende einfach besser über die tatsächlichen Datenroaming-Kosten in Europa informiert sind.

Kroes betonte, dass die Roaming-Frage bei weitem nicht nur ein Streit zwischen Netzbetreibern und Urlaubern sei. "Auch Tausenden Unternehmen entstehen durch das Roaming Extrakosten. Und andere Unternehmen wie beispielsweise App-Anbieter erleiden Umsatzeinbußen. Roaming hat keinen Sinn in einem Binnenmarkt und ist auch wirtschaftlich kurzsichtig", erklärte sie. Smartphone, Windows Phone 8, Nokia Lumia 610 Smartphone, Windows Phone 8, Nokia Lumia 610 Nokia
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren55
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden