Viber Übernahme: Rakuten zahlt 900 Mio. Dollar

Messenger, Client, Viber Bildquelle: viber
Der VoIP-Anbieter Viber geht für die Summe von 900 Millionen US-Dollar an den japanischen Investor Rakuten. Das gaben heute beide Unternehmen in einer offiziellen Pressekonferenz bekannt.
Onlinehändler kauft VoIP-Anbieter. Viele Marktbeobachter wurden durch die heutige Nachricht an den Aufkauf von Skype durch Ebay erinnert. Rakuten hat dabei viel mit dem aufstrebenden Kommunikations-Dienst vor, auch wenn vorerst alles beim Alten bleiben soll. Zumindest was das Angebot von Viber und die Chefriege des Unternehmens angeht. Viber DesktopViber Desktop für Windows 8. Viber gilt mit rund 300 Millionen Nutzern weltweit als eine ernstzunehmende Konkurrenz für den Marktführer Skype. Ähnlich wie bei Skype vor einigen Jahren eBay, hat sich nun der Online-Händler Rakuten eine Kommunikationsplattform eingekauft. Und wieder sind es sehr ähnliche Stimmen, die aus den Kreisen der Verantwortlichen nach außen dringen: So träumt Rakuten-Chef Hiroshi Mikitani von der Integration von Viber als Ablöser der altbekannten E-Mail für die Kunden seiner zahlreichen Unternehmen. Chat statt E-Mail käme dem heutigen Kommunikationsverhalten sehr viel näher und ist daher für das Unternehmen äußerst interessant, so Hiroshi Mikitani.

Rakuten gehört in Japan zu den größten (Online-) Handelsketten und hat in Frankreich und den USA weitere Onlinehändler aufgekauft. Auch der ehemalige kanadische E-Book-Anbieter Kobo gehört seit 2012 zu Rakuten. Bei Pinterest ist Rakuten einer der Haupt-Investoren. Das weltweite Engagement der Japaner wird mit Viber kräftig gestärkt. Viber ist laut eigenen Angaben in über 190 Ländern aktiv.

All diese Plattformen mit ihren unterschiedlichen Zielkunden sieht Hiroshi Mikitani nun scheinbar vor seinem geistige Auge bereits als neue Viber-Nutzer und die Viber-Anwender wiederum als Neukunden für seine Geschäfte. Zumindest klingt es genauso aus dem Interview mit dem Wall Street Journal heraus, das Mikitani nach der Übernahmebekanntgabe gegeben hat.

Viber setzt dabei auf Apps für mobile Geräte und PC. Der eigentliche Dienst könnte nun von Rakuten in andere Plattformen integriert werden. Allerdings bleibt der Dienst erst einmal eigenständig und wird wie gehabt weiter entwickelt. Man kann nur hoffen, dass Rakuten nicht den Fehler macht und die bestehende Community durch zuviel Shopping-Einbindung und Änderungen verärgert. eBay ist zumindest an seinen großen Erwartungen gegenüber Skype einst gescheitert. Mittlerweile gehört Skype zu Microsoft und kämpft nun nur noch mit der immer stärker wachsenden Konkurrenz durch WhatsApp und Co.

Rakuten wird aller Voraussicht nach erst einmal voll mit in den Konkurrenzkampf einsteigen - auch wenn Viber bislang selbst kein Geld mit dem VoIP eingenommen hat. Zuletzt gab es nur Verluste zu vermelden. Dafür wächst das Netzwerk derzeit ungefähr genauso stark wie die Branchengröße WhatsApp.

Viber gibt es für Windows, Windows Phone, iOS, Android, OS X, BlackBerry und Bada. Aufgrund des günstigen Preises gegenüber anderen Diensten ist der VoIP-Anbieter eine echte Alternative. Messenger, Client, Viber Messenger, Client, Viber viber
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