Fab 42: Intel kann Apples Samsung-Ausstieg sichern

Apple, Prozessor, A6 Bildquelle: Apple
Für Intels neue Fertigungsanlage Fab 42, die eigentlich erst einmal gar nicht in Betrieb genommen werden sollte, deutet sich nun wohl doch eine Zukunftsperspektive in Form einer Kooperation mit Apple an.
Zu dieser Schlussfolgerung kommen zumindest die auf den Halbleiter-Bereich spezialisierten Marktforscher von IC Insights aufgrund verschiedener Entwicklungen der letzten Zeit. Eine Zusammenarbeit an dieser Produktionsanlage würde demnach für beide Unternehmen große Vorteile mit sich bringen.

Im Wesentlichen ist das neue Werk bereits fertig: Die neuen Hallen im US-Bundesstaat Arizona stehen bereits. Allerdings hatte der neue Intel-Chef Brian Krzanich angekündigt, sie erst einmal nicht mit Maschinen zu bestücken. Denn Intels Absatzmengen lassen schlicht keinen Bedarf aufkommen. Durch die sinkenden Computer-Verkaufszahlen werden in Intels Kerngeschäft weniger Stückzahlen benötigt und dem Konzern ist es bisher nicht gelungen, den boomenden Mobile-Bereich als neuen Absatzmarkt zu erschließen.

Bedarf an neuen Produktionsanlagen auf dem neuesten technischen Stand hat allerdings Apple. In Cupertino würde man am liebsten so schnell wie möglich die Auftragsfertigung der Prozessoren für iPhones und iPads vom neuen Erzrivalen Samsung abziehen. Zwar gibt es eine zunehmende Verschiebung zu TSMC und Globalfoundries, doch diese sind nicht bereit, anderen Kunden vor den Kopf zu stoßen und ganze Fabriken nur für Apple arbeiten zu lassen - was bei einem kompletten Samsung-Aus nötig wäre.

Intel könnte dies jedoch tun. Für einen solchen Schritt spräche nicht nur, dass man mit der Fab 42 eine komplett ungenutzte Anlage herumstehen hat. In anderen Werken, deren freie Kapazitäten auch schon zur Auftragsproduktion von ARM-Prozessoren vergeben wurden, hat Intel schon Erfahrungen mit der entsprechenden Architektur gesammelt.

Für Apple wäre es nicht einmal ungewöhnlich, selbst in den Aufbau von Produktionsanlagen zu investieren - dies hat man schon bei Displays und Flash-Speichern praktiziert, um sich dadurch einerseits Kapazitäten und mittelfristig auch Preisvorteile zu sichern. Die Investitionen blieben also wohl nicht allein an Intel hängen. Des weiteren hat Intel ohnehin geplant, mit der Fab 42 in Richtung 10-Nanometer-Produktion zu gehen, während Apple bei seinen bisherigen Partnern erst einmal nur mit 14-Nanometer-Technologien rechnen kann.

Entsprechend wäre es nicht überraschend, wenn sich die beiden Unternehmen, die bei Computer-Prozessoren schon seit einiger Zeit kooperieren, hier zusammentun. Für die Konkurrenz beider Unternehmen dürfte dieser Gedanke nicht unbedingt angenehm sein. Apple, Prozessor, A6 Apple, Prozessor, A6 Apple
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