Massive Malware-Experimente nach Blackhole-Aus

Weltraum, Sterne, blackhole, Schwarzes Loch Bildquelle: Alain r (CC BY-SA 2.5)
Sicherheits-Forscher verzeichnen aktuell eine aggressive Verbreitung von Malware, die allerdings oft nur begrenzt erfolgreich ist. Den Hintergrund vermutet man im Wegfall einer der solidesten Einnahmequellen der letzten Jahre.
Im Oktober wurde in Russland ein Mann verhaftet, der in der Cybercrime-Szene unter dem Pseudonym Paunch bekannt war. Bei diesem handelte es sich um den Anbieter von "Blackhole", dem gefragtesten Exploit-Kit überhaupt. Seit dem Jahr 2010 wurde dieses angeboten und gab Kriminellen einen sehr großen Spielraum.

Das Kit verfügte nicht nur über umfangreiche Features, sondern wurde auch ständig auf dem neuesten Stand gehalten. Teilweise gab es bis zu zwei Updates am Tag. So konnte man sich darauf verlassen, dass hier stets die aktuellsten Sicherheitslücken zu finden waren, über die man Computer kompromittieren konnte. Um Blackhole nutzen zu können, war der Erwerb einer Tageslizenz von 50 Dollar nötig, für 1.500 Dollar war das Tool ein ganzes Jahr nutzbar - inklusive regelmäßiger Aktualisierungen. Die Gewinne, die mit den enthaltenen Informationen gemacht werden konnten, überstiegen diese Kosten jedoch um ein Vielfaches.

Nun ist diese Geldquelle für die Kriminellen versiegt. "Es wird Zeit brauchen, bis Cyberkriminelle oder ein konkurrierendes Exploit-Kit auf ein ähnliches Niveau an Fähigkeiten von Blackhole herankommen wird", sagte Alex Watson, Chef-Sicherheitsforscher bei Websense, gegenüber dem Kaspersy-Magazin ThreadPost. Man rechnet damit, dass bis dahin Jahre ins Land gehen können.

Um die Mindereinnahmen halbwegs auszugleichen, haben nun wohl viele Gruppen, die bisher mit Blackhole arbeiteten, begonnen, mit verschiedenen anderen Tools zu experimentieren. Infolge dessen lasse sich derzeit eine größere Bandbreite an Schädlingen beobachten, mit denen man versucht, ebenso gut an Bankdaten heranzukommen oder auf anderem Weg Geld zu machen.

Ein Ergebnis dessen ist nach Vermutungen von Sicherheitsexperten auch die neueste Version der Malware CryptoLocker. Diese verbreitet sich über USB-Sticks und andere Wechselmedien und tarnt sich als Aktivierungs-Tool für Anwendungen wie Photoshop und Microsoft Office. Der Schädling verschlüsselt die Daten des Anwenders und bietet diesem dann den passenden Schlüssel gegen Zahlung einer stattlichen Gebühr an. Weltraum, Sterne, blackhole, Schwarzes Loch Weltraum, Sterne, blackhole, Schwarzes Loch Alain r (CC BY-SA 2.5)
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren7
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 09:00 UhrCorsair CC-9011079-WW Carbide Series 600C Clear Inverses ATX Full Tower Performance Gehäuse mit Fenster
Corsair CC-9011079-WW Carbide Series 600C Clear Inverses ATX Full Tower Performance Gehäuse mit Fenster
Original Amazon-Preis
133,66
Im Preisvergleich ab
127,85
Blitzangebot-Preis
121,90
Ersparnis zu Amazon 0% oder 11,76

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Tipp einsenden