3D-Drucker: Open Source-Prothesen für Kriegsopfer

3D-Drucker, Makerbot, Cupcake CNC Bildquelle: Makerbot
Ein Artikel über ein Bürgerkriegsopfer im Sudan hat zu einer Entwicklung geführt, die zahlreichen Menschen, die Gliedmaßen verloren haben, zu einem besseren Leben verhelfen könnte - mit Hilfe von 3D-Druckern.
Das Magazin Time berichtete im April 2012 vom Sudanesen Daniel Omar, der zu diesem Zeitpunkt 14 Jahre alt war. Während eines Angriffs von Regierungstruppen auf Rebellen hatte dieser durch eine Bombe beide Arme verloren. Ein Chirurg aus den USA, der im Sudan arbeitet, konnte ihm zwar das Leben retten, doch Omar war von da an einer von rund 50.000 Menschen mit erworbener Kriegsbehinderung in dem afrikanischen Land. Er sagte damals über sich selbst, das er besser hätte sterben sollen, da er selbst nicht mehr viel tun kann und seiner Familie viel zusätzliche Arbeit machen wird.

Die Geschichte bewegte daraufhin den Chef der Not Impossible Labs, Mick Ebeling, in das Land zu reisen und den Jugendlichen zu besuchen. Die Firma befasst sich immerhin schon seit einiger Zeit damit, kostengünstige und frei zugängliche Lösungen für medizinische Probleme zu suchen. Auch im Sudan sah Ebeling die Möglichkeit, tätig zu werden, berichtete die Time.


In der folgenden Zeit baute er ein Projektlabor in einem lokalen Krankenhaus auf. Dort wurde damit begonnen, Prothesen zu entwickeln, die sich mit einfachen 3D-Druckern anfertigen lassen. Omar konnte im November eine der ersten erhalten. In der folgenden Zeit wurden auch andere Menschen in der Gegend durch das neue Labor versorgt.

Die meiste Zeit ging in den letzten Monaten für die Entwicklungsarbeiten drauf. Immerhin sollten die Prothesen nicht einfach einen künstlichen Arm darstellen, sondern möglichst funktional sein, um den Betroffenen zu ermöglichen, wieder selbst verschiedene Tätigkeiten ausführen zu können. Dies schaffte man. Und dies zu einem Preis, für den die Menschen aus solch armen Gegenden nicht einmal ansatzweise daran denken könnten, entsprechende Produkte zu erhalten, wie sie hierzulande zu haben sind.

Die von Ebeling entwickelten Prothesen erlauben zwar keine halbwegs präzisen Griffe oder das Heben etwas schwererer Gegenstände, doch sie sind bereits ein deutlicher Fortschritt. Zumal sie in der Herstellung aktuell nur rund hundert Dollar kosten und binnen sechs Stunden jeweils passend für den jeweiligen Träger produziert werden können.

Nachdem Omar seine Prothese erhalten hatte, konnte er zumindest erstmals seit zwei Jahren wieder ohne fremde Hilfe essen. Außerdem ist er in der Lage, selbst in Ebelings 3D-Drucker-Labor aktiv mitzuhelfen, auch andere Menschen entsprechend auszustatten. Parallel läuft auch die Weiterentwicklung, so dass zukünftig vielleicht ein breiteres Spektrum an Tätigkeiten vollführt werden kann.

Das Ziel der Not Impossible Labs bestand parallel darin, Menschen vor Ort in der Nutzung der Technik auszubilden, damit die Produktion weitergehen kann, wenn die Helfer nicht mehr vor Ort sind. Weiterhin werden die Unterlagen unter Open Source-Lizenzen bereitgestellt, um auch Menschen in anderen Gegenden der Welt einen möglichst leichten Zugang zu den Technologien zu geben. 3D-Drucker, Makerbot, Cupcake CNC 3D-Drucker, Makerbot, Cupcake CNC Makerbot
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