NSA forscht an Rechner zum Brechen starker Krypto

Licht, Optik, Lila Bildquelle: Informationsdienst Wissenschaft
Durch das Snowden-Archiv wurden nun auch Pläne des US-Geheimdienstes NSA öffentlich, wonach die Organisation an der Entwicklung eines Supercomputers forscht, der quasi alle derzeitigen Verschlüsselungssysteme knacken kann.
Dies ist Bestandteil eines Forschungsprojekts namens "Penetrating Hard Targets". Hierfür standen zu dem Zeitpunkt, an dem Edward Snowden die entsprechenden Dokumente im NSA-Netzwerk veröffentlichte, ein Budget von 79,7 Millionen Dollar zur Verfügung. Im Rahmen von Verträgen, die der Geheimhaltung unterliegen, sollen verschiedene Partner in College Park im US-Bundesstaat Maryland an der Aufgabe arbeiten.

Allerdings besteht derzeit noch kein Grund anzunehmen, dass der Geheimdienst seinem Ziel schon besonders nahe gekommen ist. Denn bei dem Projekt geht es um den Bau eines so genannten Quantencomputers. Viele Technologien, die es einmal ermöglichen sollen, solche Rechner zu bauen, befinden sich allerdings noch im Bereich der Grundlagenforschung und eine praktische Umsetzung wird voraussichtlich erst in mehreren Jahren möglich sein.

Wenn es allerdings soweit ist, gibt es für die Kryptographie tatsächlich ein Problem. Aktuell verfügt man zwar über Verschlüsselungsverfahren, die selbst mit hohen Rechenleistungen nicht zu brechen sind, doch letztlich können die Inhalte trotzdem in Klartext verwandelt werden, wenn der richtige Schlüssel vorliegt. Selbst die besten aktuellen Rechner bauchen allerdings viele Monate bis Jahre, um im Brute-Force-Verfahren einen Key herauszufinden, der länger als ein Kilobit ist.

Quantencomputer rechnen allerdings auf einer grundlegend anderen Basis als die derzeit verfügbaren Systeme. Viele Berechnungen - auch das finden bestimmter Schlüssel - werden dadurch erheblich beschleunigt. In absehbarer Zeit könnte so also die Situation eintreten, dass verschlüsselte Daten in vergleichsweise kurzen Zeiträumen wieder dekodiert werden können. Von diesem Moment an dürfte die NSA beginnen, die umfangreichen Informationsmengen, die in verschlüsselter Form routinemäßig erst einmal aufgehoben werden, wieder lesbar zu machen.

Diese Aufgabe wird natürlich umso schwerer, je mehr Daten aller Art bereits jetzt mit starken Kryptoverfahren im Netz kursieren und noch nicht zum aktuellen Zeitpunkt analysiert werden können. Doch letztlich zeigte sich stets, dass die Geheimdienste nicht vor solchen Arbeiten zurückschrecken, weil sie zu viel Aufwand für einen womöglich recht geringen Nutzen bedeuten. Was irgendwie denk- und machbar war, wurde stets getan. Licht, Optik, Lila Licht, Optik, Lila Informationsdienst Wissenschaft
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