Bitkom: Vertrauensverlust nach NSA-Affäre

Bitkom, Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. Bildquelle: Bitkom
Angst vor NSA und PRISM, Verlust der Kontrolle über die eignen Daten: damit lässt sich das Ergebnis einer neuen Umfrage des Bitkom zusammenfassen. Mehr als die Hälfte aller Internetnutzer haben demnach Angst, vom Staat abgehört zu werden.
Innerhalb recht kurzer Zeit hat sich das Sicherheitsgefühl, was die Übertragung der privaten Daten im Internet angeht, in Deutschland stark gewandelt. Der Bundesverband Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien (kurz Bitkom) hat das in der jüngsten veröffentlichen Studie deutlich gemacht. Bitkom Nov. 2013 Sicherheit Im Auftrag des Bitkom wurden von Juli bis November 1.000 Internetnutzer in einer repräsentativen Studie zu ihrem Sicherheitsempfinden im Internet befragt. Vor zwei Jahren fühlte sich noch jeder vierte Internetnutzer sicher. Datenschutzprobleme und die Angst vor dem Ausspähen von Seiten der Behörden, egal ob aus dem In- oder Ausland, waren noch nicht so stark in den Köpfen der Allgemeinheit verankert.

Wie schnell sich das Bild jetzt drehte, wird im Vergleich der Befragungen von Juli und November dieses Jahres deutlich: während im Sommer 66 Prozent die Sicherheit ihrer Daten eher als unsicher einschätzen, waren es im November bereits 79 Prozent. Wahrscheinlich hat sich die Angst erst nach dem Bekanntwerden der Telefonabhorch-Aktionen von Bundeskanzlerin Angela Merkel in weiteren Teilen der Bevölkerung festgesetzt. Bitkom Nov. 2013 Sicherheit Das sich in der neuen Umfrage vor allem die jüngsten Skandale der ausländischen Geheimdienstaktionen festigen, zeigt sich im rasanten Zuwachs der Angst vor staatlicher Ausspähung.

Von Juli bis November wuchs die Angst vor dem Staat um zehn Prozent. Allgemein sank das Vertrauen - auch gegenüber Unternehmen, die Nutzerdaten sammelten. Im Schnitt aber nur mit einem Plus von vier Prozent. Hierbei hatten im November 38 Prozent der Befragten Angst vor der Ausspähung durch Firmen (34 Prozent im Juli).

"Die geheimdienstlichen Spähaktionen haben dazu geführt, dass sich bei vielen Internetnutzern ein allgemeines Gefühl der Unsicherheit breit gemacht hat", erklärte Bitkom-Präsident Dieter Kempf. "Sowohl die Internetnutzer als auch die Anbieter von Internetdiensten müssen vor einem ungezügelten Zugriff auf persönliche Daten durch die Geheimdienste geschützt werden." Bitkom Nov. 2013 Sicherheit Ob das bessere Bewusstsein über die mögliche Ausspähung als Bedrohung jedoch zu den richtigen Schlüssen führt, darf bezweifelt werden. Beim Bitkom war man zwar von den Abhörskandalen entrüstet und hat bereits im November ein Handeln von Seitens der Politik gefordert. Dennoch heißt es zur neuen Studie recht lapidar: "Der Abhöraffäre zum Trotz: Die größte Gefahr geht von der organisierten Cyber-Kriminalität aus", warnte Kempf. "Diese Bedrohung dürfen wir nicht aus dem Blick verlieren."

Dabei müsste doch der Verband sehen, dass der einzelne Nutzer eher etwas für die eigene Sicherheit tun kann, um es den "Cyberkriminellen" schwer zu machen an die persönlichen Daten zu kommen. Gegen die Überwachung vom Staat jedoch helfen keine einfachen Anti-Viren-Programme.

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