Bitcoins: Proxy-Software "klaut" System-Ressourcen

Geld, Währung, Bitcoins Bildquelle: Bitcoin
Unerwünschtes Bitcoin-Mining wird immer mehr zur Plage, so mancher Internet-Nutzer "produziert" die virtuelle Währung, ohne dass er es weiß. Der neueste Fall betrifft eine Proxy-Software, die in einer Art rechtlicher Grauzone im Hintergrund Bitcoins herstellt.
Die virtuelle Währung Bitcoin erreicht immer mehr den Mainstream, damit steigen aber auch die Fälle an, bei denen Nutzer und deren PC-Ressourcen für die Herstellung mehr oder weniger missbraucht werden. Denn Bitcoins müssen erst generiert werden, der einzige benötigte Rohstoff ist Rechenleistung.

Und diesen Rohstoff holen sich so manche Software-Anbieter über Software, die eigentlich bzw. offiziell einem anderen Zweck dient. Wie das Sicherheits-Blog Malwarebytes nun berichtet (via Futurezone), betrifft der neueste Fall die Software Your Free Proxy.

Wie der Sicherheitsforscher Adam Kujawa schreibt, sei man vor kurzem von einem Nutzer um Hilfe gebeten worden, da dieser entdeckt hatte, dass eine bestimmte Datei namens jh1d.exe etwa 50 Prozent der System-Ressourcen für sich reserviert bzw. verbraucht. Ein Löschversuch war allerdings erfolglos, da die verdächtige EXE auch danach immer wieder auftauchte.

Malwarebytes ging der Sache nach und fand heraus, dass es sich hierbei um den Bitcoin-Miner "jhProtominer" handelt. Dieser war allerdings nicht für die Selbst-Installation(en) verantwortlich, vielmehr veranlasste diesen Vorgang eine Datei mit dem Namen monitor.exe.

Nach weiteren Recherchen fand man heraus, dass diese monitor.exe vom Unternehmen Mutual Public hergestellt worden ist, dieses wiederum bietet das Programm Your Free Proxy an, das die dubiose Datei enthält. Allerdings leugnet Mutual Public dieses Einsatzgebiet gar nicht, da man so genannte "Computer Calculations" in den Nutzungsbedingungen offenlegt. Demnach würde die Anwendung "mathematische Berechnungen" für "angegliederte Netzwerke" durchführen, diese hätten den Zweck, dass "Transaktionen bestätigt und die Sicherheit erhöht" werden solle.

Ob diese Passage einer rechtlichen Überprüfung standhielte, ist zwar eher fraglich, Tatsache ist aber auch, dass diese Praxis auch nicht klar illegal ist, da der Nutzer sich damit (theoretisch) einverstanden erklärt. Auch heißt es nicht, dass Bitcoin-Mining per se etwas Schlechtes ist. Wer aber eine derartige "trojanische" Generierung der Währung nicht haben will, der sollte auf Your Free Proxy verzichten oder das Programm deinstallieren. Geld, Währung, Bitcoins Geld, Währung, Bitcoins Bitcoin
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