Einkauf im Netz bedroht die Junk-Food-Hersteller

Supermarkt, Lebensmittel, Regal Bildquelle: Kham Tran (CC BY-SA 3.0)
Der Trend zum Einkauf bei Online-Anbietern wird perspektivisch wohl für all jene Unternehmen ein Problem, die vor allem Produkte anbieten, die eher über so genannte Impulskäufe abgesetzt werden.
Dazu gehören in erster Linie die Hersteller von Junk-Food wie beispielsweise Schokoriegeln, aber auch die großen Magazin-Verlage. Denn diese machen einen guten Teil ihrer Umsätze in größeren Märkten damit, dass die Kunden relativ spontan zugreifen - etwa weil sie beim Warten an der Kasse etwas interessantes in einer Zeitschrift sahen oder sich schnell noch etwas Süßes mit aufs Band legen, das vor ihnen im Regal lag.

Welchen Umfang diese relativ spontanen Kaufentscheidungen haben, lässt sich ein Stück weit am britischen Markt abschätzen, der zu jenen mit dem größten E-Commerce-Anteil gehört, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Hier ist es inzwischen relativ üblich, dass die Kunden auch ihren Bedarf an Lebensmitteln im Netz kaufen und anliefern lassen.

Immerhin 13 Prozent der Menschen in Großbritannien erledigen inzwischen den größten Teil oder gar alle Lebensmittel-Einkäufe über das Internet. Der Umsatz, den die Anbieter online generieren, macht aber nur einen Anteil von 5 Prozent aus. Sicherlich gibt es hier noch einige weitergehende Faktoren, wie etwa ein grundsätzlich anderes Kaufverhalten von jüngeren Menschen, die nicht so viel Geld in entsprechende Produkte stecken und eher online einkaufen. Trotzdem lässt sich daraus ableiten, dass ein nicht gerade kleiner Teil der Einkäufe im Supermarkt nicht dem dienen, die geplante Versorgung sicherzustellen, sondern eher nebenher im Warenkorb landen.

Auch Untersuchungen zu Sonderangeboten deuten auf entsprechende Effekte hin: Wird im klassischen Supermarkt ein Produkt in einer Sonderaktion beworben, greifen viele Kunden recht spontan zu. Auch auffällig gekennzeichnete Angebote auf den Webseiten von Online-Shops verführen hingegen deutlich seltener zum Kauf.

Welche Konzerne von der Entwicklung die stärksten Risiken davontragen ist bereits relativ klar: Hier stehen die Mondelez International, Mars und Nestle, die drei größten Süßwarenhersteller, ganz oben auf der Liste. Aber auch Coca-Cola und PepsiCo verkaufen einen nicht gerade kleinen Teil ihrer Zuckerwässerchen über Impulskäufe.

Letztlich werden die Verbraucher aber sicher nicht gänzlich aufhören, Süßwaren zu konsumieren. Doch auch dies ist für die fraglichen Unternehmen nicht unbedingt beruhigend. Denn es zeichnet sich im Online-Shopping ab, dass entsprechende Produkte dann gleich in größeren Packungen gekauft werden. Diese haben allerdings deutlich kleinere Gewinnspannen als der einzelne Schokoriegel im Kassenregal. Supermarkt, Lebensmittel, Regal Supermarkt, Lebensmittel, Regal Kham Tran (CC BY-SA 3.0)
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