Prozessor-Markt durchläuft tiefgreifenden Umbruch

Intel, Prozessor, Chip, Wafer, Sandy Bridge Bildquelle: Intel Free Press / Flickr
Die Hersteller von Prozessoren können weiterhin ein schnell steigendes Wachstum ihrer Absatzzahlen verzeichnen. Die Zugpferde sind allerdings in der letzten Zeit ausgewechselt worden.
Auf Basis der aktuellen Daten aus dem Markt gehen die Marktforscher von IHS iSuppli davon aus, dass in diesem Jahr rund 1,5 Milliarden Prozessoren an die Hersteller von Endgeräten ausgeliefert werden. Gegenüber dem vergangenen Jahr, als es 1,21 Milliarden Stück waren, entspräche dies einem starken Wachstum um 24 Prozent.

"Der gesamte Prozessor-Markt wäre aber nicht so gesund, wenn es keine Smartphones und Tablets gäbe", erklärte der für den Bereich zuständige IHS-Analyst Gerry Xu. Vor einiger Zeit war es noch üblich, dass der PC-Bereich den Markt immer weiter vorantrieb. Diese Zeiten sind allerdings Geschichte. Die Schwäche dieses Segments konnte allerdings von den mobilen Endgeräten mehr als ausgeglichen werden.

Das stärkste Wachstum verzeichnen die Prozessor-Hersteller dabei bei ihren Lieferungen an die Tablet-Produzenten. Allein im zweiten Quartal stiegen die Absatzzahlen in dem Segment im Jahresvergleich von 38,3 Millionen auf 53,5 Millionen Chips, was einem Zuwachs um 40 Prozent entspricht. Bei den Smartphones lag das Wachstum im gleichen Zeitraum mit 38 Prozent kaum niedriger - und dies bei bereits hohen Stückzahlen, die von 147,9 Millionen auf 204,2 Millionen kletterten.

Gänzlich anders sieht es hingegen bei den Prozessoren aus, die in PCs oder Notebooks verbaut werden. Als einziger großer Zielbereich legte dieser rückläufige Mengen vor. Im zweiten Quartal wurden hier noch 84,3 Millionen CPUs benötigt, im Vergleichszeitraum 2012 waren es noch 89,9 Millionen. Vor allem der Desktop-PC-Bereich sorgte hier mit einem Rückgang um 13 Prozent für den wesentlichen Anteil an der Entwicklung, bei Notebooks ging es um 2 Prozent nach unten. Bei den für Server bestimmten Prozessoren verbuchten die Marktforscher einen leichten Anstieg von 4,6 Millionen auf 4,8 Millionen.

Die Daten machen deutlich, in welcher Gefahr der bisher weltweit größte Chiphersteller Intel sich befindet. Denn dessen Kerngeschäft befindet sich in einer tiefen Krise, während es dem Unternehmen bisher noch nicht gelungen ist, im schnell wachsenden Mobile-Bereich Fuß zu fassen. Intel, Prozessor, Chip, Wafer, Sandy Bridge Intel, Prozessor, Chip, Wafer, Sandy Bridge Intel Free Press / Flickr
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