Die Raumstation ISS fliegt nun schon 15 Jahre

Iss, Raumstation, AMS Bildquelle: NASA
Das größte bisher von der Menschheit gebaute Raumfahrtzeug feiert heute seinen 15. Geburtstag. Am 20. November 1998 wurde das erste Modul der Internationalen Raumstation ISS in den Orbit gebracht.
Dabei handelte es sich um das Kontrollmodul Sarja, das von Russland beigesteuert wurde. Zwei Wochen später brachte ein Spaceshuttle dann mit dem Verbindungsknoten Unity das erste US-Amerikanische Bauelement. Es waren allerdings noch einige weitere Flüge notwendig, mit denen die Station erweitert wurde, bis am 2. November 2000 dann die erste menschliche Besatzung in die Station einziehen konnte. Raumstation ISSDie ISS Obwohl somit nun auch seit 13 Jahren durchgängig Menschen im All leben und hauptsächlich wissenschaftliche Forschungsprojekte durchführen, kann bis heute nicht gesagt werden, dass die Bauarbeiten abgeschlossen sind. So sollen in den kommenden beiden Jahren beispielsweise zwei weitere Module hinzukommen, die zur Energieversorgung beitragen und mehr Platz für Experimente bieten.

Aktuell ist die Dimension der Raumstation allerdings durchaus beträchtlich. Fast hundert Meter lang, über hundert Meter breit und 30 Meter hoch ist das Gebilde inzwischen. Groß genug, damit auch ein Betrachter auf der Erde die Station mit bloßem Auge vorbeiziehen sehen kann - vorausgesetzt der Himmel ist nicht von Wolken bedeckt und die ISS wird in der Zeit der Dämmerung von der Sonne angestrahlt.

Ursprünglich war der Bau der Raumstation zu gleichen Teilen auf Russland und die USA verteilt - wobei der geleistete Beitrag auch stets die Maßgabe dafür ist, wer wie viele Besatzungsplätze bekommt und die ISS für eigene Projekte nutzen darf. Die USA gaben allerdings einen Teil ihrer Aufgaben und damit auch der Kosten an Europa, Japan und Kanada ab, wodurch auch deren jeweilige Raumfahrtagenturen regelmäßig Astronauten ins All schicken können.

In der Regel lebt und arbeitet jeweils ein dreiköpfiges Team auf der Raumstation. Während der Übergangsphase zur nächsten Langzeitbesatzung sind für einige Zeit auch problemlos sechs Personen an Bord. Immer wieder kam es aber auch zu kürzeren Besuchen, beispielsweise durch die Shuttle-Crews oder auch durch Weltraum-Touristen, die sich für rund 20 Millionen Dollar einen entsprechenden Trip leisten konnten. 209 Menschen erhielten so bereits die Gelegenheit, auf der ISS zu Gast zu sein.

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Mit der weitergehenden Verbesserung der Kommunikations-Technologien wurde die Raumstation zunehmend auch ein Massenphänomen. So bietet die US-Raumfahrbehörde NASA beispielsweise schon länger Livestreams an, bei denen die Zuschauer den aktuellen Blick von der Station auf die Erde oder aber den Alltag im Inneren der Station zu sehen bekommen. Noch direkter sind inzwischen zahlreiche Nutzer über Twitter mit einigen Astronauten verbunden, die auf der Plattform über ihre Arbeit berichten und beeindruckende Fotos aus dem All posten. Regelrechten Star-Status erhielt im Zuge dessen der im Mai auf die Erde zurückgekehrte kanadische Astronaut Chris Hadfield, der sogar ein eigenes Musikvideo auf der ISS drehte und damit via Youtube inzwischen mehr als 19 Millionen Zuschauer fand.

Wer sich näher mit der ISS beschäftigen will, findet inzwischen auch hierfür zahlreiche Angebote. Neben den üblichen ausführlichen Missionsbeschreibungen auf den Webseiten der Raumfahrtagenturen gibt es auch eine Reihe von Smartphone-Apps, die auf Möglichkeiten hinweisen, die Raumstation von der Erde aus zu sehen. Beispielhaft hierfür seien die DLR_next-App von der Nachwuchsinitiative des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf Android und der ISS Spotter für iOS genannt. Iss, Raumstation, AMS Iss, Raumstation, AMS NASA
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