Los Angeles plant Gratis-Internet für alle Einwohner

Internet, IT, Erde Bildquelle: Flickr
Die Westküsten-Metropole Los Angeles hat sich ein mehr als ehrgeiziges Ziel gesetzt: Man will alle rund 3,5 Millionen Bewohner ins Internet bringen. Der Basis-Zugang soll kostenlos sein, gegen Aufpreis gibt es Gigabit-Geschwindigkeit.
Wie Ars Technica berichtet, hat die Stadt Los Angeles (nicht jedoch der weitaus größere Ballungsraum LA) konkrete Pläne, allen seinen Einwohnern einen Internet-Zugang zu ermöglichen und zwar über Glasfaser. Das Basis-Angebot soll dabei kostenlos sein und Geschwindigkeiten zwischen 2 und 5 Megabit pro Sekunde bieten.

Glasfaserleitungen geben aber natürlich viel höhere Geschwindigkeiten her und auch diese sollen möglich sein, allerdings gegen Bezahlung. Der Basis-Zugang könnte auch per Werbung mitfinanziert werden, was aber wohl noch nicht beschlossene Sache ist. Derzeit plant die Stadtverwaltung von Los Angeles, die dazugehörige Ausschreibung im Dezember zu veröffentlichen.

Die geschätzten Kosten für das Projekt liegen bei einem Betrag zwischen drei und fünf Milliarden Dollar, diese will die Stadt aber nicht selbst tragen, sondern demjenigen überlassen, der nach der Ausschreibung den Zuschlag erhält. Ein wahrscheinliches Szenario ist es, dass im Zuge dieses Netzausbaus auch gleich das Telefon- und Fernsehnetz modernisiert werden wird, entsprechende Bewerber sollen auch bevorzugt werden. Eine Bedingung der Stadtverwaltung ist das allerdings nicht.

Auch Besucher der Stadt würden dann in den Genuss dieser Netz-Offensive kommen, da Los Angeles auf diese Weise auch zahlreiche öffentliche und freie Hotspots anbieten bzw. betreiben will. Ein Hintergrund für die Pläne ist auch der Umstand, dass geschäftliche Internet-Zugänge in LA derzeit teurer sind als in vielen anderen US-Städten, das wollen die Stadtpolitiker entschärfen (um Abwanderung von Unternehmen zu stoppen).

Ein Monopol soll derjenige, der den Zuschlag erhält, übrigens nicht betreiben können, da die Stadt den Betreiber verpflichten will, Zugänge an Konkurrenten en gros zu verkaufen (Stichwort: Telekom-Modell). Google, das u. a. in Kansas City ein vergleichbares Projekt aufbaut, scheidet derzeit als Betreiber aus, da Google Fiber nur private Zugänge schafft und nicht geschäftliche - wobei Google sein Geschäftsmodell natürlich auch leicht anpassen könnte.

Siehe auch: Google Fiber - Breitband gratis, Gigabit für 70 Dollar Internet, IT, Erde Internet, IT, Erde Flickr
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren22
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden