Ultrabook-Tablet: Microsoft Surface Pro 2 im Test

Sound
Microsoft will auch beim Surface Pro 2 einen besseren, volleren Klang liefern, wie man ihn schon beim Surface 2 mit Windows RT bietet. So ganz gelingt dies leider nicht, denn zwar klingen die meisten Stücke durchaus etwas besser, doch die Lautstärke der integrierten Mini-Lautsprecher ist eher eine Enttäuschung. Dies war auch schon bei der ersten Generation ein Problem, doch Microsoft hat hier offenbar nicht nachbessern können - oder wollen. Per Kopfhöreranschluss liefert das Surface Pro 2 jedoch einen klaren und sehr guten Sound.

Tastatur-Cover
Microsoft bietet im Zuge der Aktualisierung seiner beiden Tablets auch die beiden Tastatur-Cover in einer überarbeiteten Version an. Das Surface Touch Cover 2 hat nun eine Hintergrundbeleuchtung spendiert bekommen und nutzt weiterhin eine berührungs­empfindliche Oberfläche ohne bewegliche Tasten.

Nach etwas Eingewöhnungszeit kann man darauf auch recht gut tippen, den Komfort einer "richtigen" Tastatur erreicht man dabei aber nicht. Weil das neue Touch Cover 2 im Grunde wie ein riesiges Trackpad funktioniert, kann man durch Wischen über seine Oberfläche auch einige Gesten ausführen, was mit dem alten Modell nicht möglich war.

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Die Gesten funktionieren auf der Oberfläche der Tastatur sehr gut, man muss allerdings etwas mehr Druck ausüben. Auch beim Trackpad sind die Gesten gut nutzbar, es gibt hier jedoch ebenfalls keine richtigen Tasten, so dass man sich erst einmal an das mangelnde haptische Feedback gewöhnen muss, auch wenn das Tablet wie beim Tippen hörbare Rückmeldungen gibt.

Generell ist das Trackpad beim Touch Cover 2 leider für eine komfortable Nutzung deutlich zu klein geraten - ein Umstand der sich leider auch beim Type Cover 2 wiederfindet.

Das Type Cover 2 hat wie sein tastenloses Gegenstück eine neue Hintergrundbeleuchtung bekommen, die tadellos und ohne störend zu wirken ihren Dienst tut. Um Energie zu sparen, wird die Hintergrundbeleuchtung abgeschaltet, sobald man die Hände von der Tastatur entfernt. Durch die integrierten Abstandssensoren wird sie sofort wieder aktiviert, sobald man sich dem Keyboard nähert. Insgesamt eine sehr sinnvolle Umsetzung, die den Komfort bei der Nutzung des ohnehin sehr gut zu betippenden Type Cover 2 weiter steigert. Microsoft Surface Pro 2 ReviewTastaturbeleuchtung beim Type Cover 2 Wer viel schreibt, sollte die 10 Euro Aufpreis gegenüber dem Touch Cover 2 (119 Euro) investieren und auf jeden Fall zur Type-Variante greifen. Allerdings gibt es eine "Verschlimmbesserung" bei dem neuen Cover mit richtiger Tastatur.

Statt erneut ein vollständig klickbares, wenn auch sehr kleines, richtiges Trackpad zu bieten, stellt Microsoft beim Type Cover 2 auf ein ohne physische Tasten arbeitendes Trackpad um, das nicht den gleichen Komfort bietet wie sein Vorgänger.

Die Tastatur-Cover werden wie bisher mit Hilfe starker Magnete mit der Unterseite des Tablets verbunden und bilden eine sehr sinnvolle Ergänzung der Funktionalität, auch wenn sie wegen ihrer biegsamen Bauweise nicht unbedingt ideal für die Verwendung auf dem Schoß geeignet sind - auf dem Schreibtisch funktionieren beide Varianten sehr gut.

Leistung
In Sachen Leistung macht dem Surface Pro 2 so schnell kein Konkurrenzprodukt etwas vor. Dies liegt vor allem daran, dass das Gerät nur äußerlich ein Tablet ist. Im Innern steckt wie erwähnt eigentlich die Hardware eines Ultrabooks, die mehr als genug Leistung für ein Tablet bietet.

Das Herz des Surface Pro 2 ist ein Intel Core i5-4200U mit zwei 1,6 Gigahertz schnellen Kernen, die per TurboBoost auf bis zu 2,6 Gigahertz hochtakten, wenn mehr Leistung eines einzelnen Kerns benötigt wird. Durch die neue Grafikeinheit Intel HD Graphics 4400 steht in allen Lebenslagen ausreichend Grafik-Leistung zur Verfügung, auch wenn das Surface Pro 2 keineswegs eine Gaming-Plattform ist. Wer viel Leistung braucht, dürfte bei Microsofts neuem x86-Tablet erneut einiges geboten bekommen.

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Durch die neuen Speicheroptionen, bei denen die teureren Varianten mit 256 oder 512 GB SSD-Speicher nun mit acht Gigabyte Speicher angeboten werden, können auch höchst anspruchsvolle Aufgaben wie etwa die mobile Grafik- oder Videobearbeitung absolviert werden.

Während der Nutzung mit diversen Modern UI-Apps oder Desktop-Anwendungen wie dem Browser, Photoshop oder auch PowerDirector gibt es keinerlei Leistungsengpässe. Der Start und das Aufwachen aus dem Schlafmodus gehen sehr schnell vonstatten, denn es dauert zum Beispiel nur vier Sekunden, bis das Tablet einen Kaltstart vollständig absolviert hat und zum Arbeiten bereit ist. Auch das Aufwachen klappt innerhalb von nur zwei Sekunden - im Vergleich zu anderen Windows-PCs sehr gute Werte.

Microsoft rüstet das Surface Pro 2 wie den Vorgänger mit einem am oberen Rand umlaufenden und unauffällig gestalteten Lufteinlass aus, um die Hitze der mit maximal 17 Watt TDP arbeitenden Ultrabook-CPU abzuführen.

Das Tablet hat zwar zwei Lüfter, doch diese werden nur dann aktiv, wenn man das Gerät wirklich fordert. Hier kommen die Energieeffizienz der neuen CPU auf Basis der "Haswell"-Architektur und die gesteigerte Leistung der Grafikeinheit zum Tragen, denn sie sorgen dafür, dass das Gerät mit den meisten Aufgaben ohne größere Anstrengungen klarkommt und im normalen Office-Alltag eigentlich nie "laut wird".
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