Adobe-Hack deutlich größer als bisher angenommen

Hacker, Tastatur, Maus Bildquelle: Davide Restivo / Flickr
Der Datendiebstahl beim Software-Konzern Adobe ist bedeutend größer, als das Unternehmen bisher zugegeben hatte. Wie es nun laut einem Bericht der New York Times einräumte, ist die Zahl der Betroffenen deutlich mehr als zehnmal höher.
Anfang Oktober hatte Adobe mitgeteilt, dass sich Angreifer Zugang zu Kreditkartendaten und anderen persönlichen Informationen von rund 2,9 Millionen Kunden verschafft hätten. Zusätzlich sei eine Datenbank betroffen gewesen, in der Nutzernamen und Passwörter gespeichert waren. Hier konnte allerdings noch keine Aussage zum Umfang gemacht werden.

Das hat sich jetzt wohl geändert. Inzwischen wurde klar, dass in diesem Fall insgesamt rund 38 Millionen Datensätze in die Hände der Täter gelangten. Den Angaben zufolge soll ein Teil davon allerdings zu Accounts gehören, die längst stillgelegt sind. Welchen Anteil dies ausmachte, benannte man aber nicht konkret. Allerdings will Adobe bei allen betroffenen Konten die Passwörter zurückgesetzt und Benachrichtigungen an die jeweiligen E-Mail-Adressen geschickt haben, so dass alle noch aktiven Nutzer hier eine Änderung vornehmen können.

Die Passwörter seien in der Datenbank verschlüsselt abgelegt gewesen, so das Unternehmen. Dadurch wird ein Missbrauch zwar erschwert, es kann aber durchaus sein, dass die Angreifer gerade bei einer solchen Datenmenge dann doch recht schnell an die Klartexte kommen. Dies stellt insbesondere dann ein Problem dar, wenn mit den gleichen Kombinationen aus E-Mail-Adresse und Passwort auch das Login bei anderen Anbietern von Diensten im Netz funktioniert.

Bei dem Angriff waren Adobe längst nicht nur Nutzerdaten abhanden gekommen. Auch die eigentlich gut gehüteten Quellcodes von Anwendungen wie Acrobat, ColdFusion, ColdFusion Builder und auch Photoshop wurden zumindest in Teilen abgegriffen. In einer Stellungnahme an die Börsenaufsicht hatte das Management die Schwere des Vorfalls bereits dahingehend bewertet, dass dieser ernsthafte Folgen für das Geschäft Adobes haben könne. Hacker, Tastatur, Maus Hacker, Tastatur, Maus Davide Restivo / Flickr
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