Sexueller Missbrauch: Netz sorgt für mehr Betroffene

Tablet, Ipad, Kinder Bildquelle: Eric Peacock / Flickr
Sexueller Missbrauch von Minderjährigen sieht in der Praxis oft anders aus, als die öffentliche Wahrnehmung vermuten lässt. Weit verbreitet ist das Problem aber durchaus, wie eine Untersuchung in der Schweiz zeigt.
Nahezu zwei von fünf Mädchen und einer von sechs Jungen waren laut den Untersuchungsergebnissen der Universität Zürich bereits Opfer eines sexuellen Missbrauchs. Täter sind in vielen Fällen allerdings selbst Jugendliche und die meisten Opfer berichten anderen nichts über die Vorfälle. Zumindest, so zeigte sich, haben aber die schwerere Formen von Missbräuchen in den letzten anderthalb Jahrzehnten zumindest nicht zugenommen.

Von den Befragten, vorwiegend im Alter von 15 bis 17 Jahren, haben rund 40 Prozent der Mädchen und 17 Prozent der Jungen angegeben, jemals mindestens eine Art von sexuellem Missbrauch erlebt zu haben. Im Vergleich zu den Jungen kam bei den Mädchen sexueller Missbrauch ohne Körperkontakt mehr als doppelt so häufig vor und dreimal so häufig sexueller Missbrauch mit Körperkontakt aber ohne Penetration.

Am häufigsten nannten beide Geschlechter die sexuelle Belästigung via Internet. Diese Form erlebten rund 28 Prozent der Mädchen zeit ihres Lebens und bei den Jungen beinahe 10 Prozent. Gegen den eigenen Willen geküsst oder berührt wurden beinahe 12 Prozent der befragten Mädchen bzw. 4 Prozent der Jungen. Immerhin 2,5 Prozent der Mädchen haben bereits schwerere Formen erlebt, bei den Jungen waren es 0,6 Prozent.

Die Resultate der Untersuchung sind nach Angaben der Forscher vergleichbar mit denjenigen einer früheren Schweizer Studie, die zwischen 1995 und 1996 in Genf mit einer ähnlichen Altersgruppe und vergleichbaren Fragen durchgeführt worden ist. Die Häufigkeit von sexuellem Missbrauch mit Körperkontakt ist heute praktisch unverändert.

Allerdings kommt sexueller Missbrauch ohne Körperkontakt deutlich häufiger vor. "Wir gehen davon aus, dass dieser Unterschied auf die Belästigung via Internet, E-Mail oder SMS zurückzuführen ist", erklärt Meichun Mohler-Kuo, Dozentin am Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich. Diese Art von sexuellem Missbrauch wurde damals nicht erhoben, da die entsprechenden Technologien noch kaum verbreitet waren. Tablet, Ipad, Kinder Tablet, Ipad, Kinder Eric Peacock / Flickr
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