HP klagt: Optische Laufwerke jahrelang überteuert

Dvd, Blu-ray, Optisches Medium, M-Disk Bildquelle: M-Disc
Der Computer-Konzern Hewlett-Packard (HP) hat eine Klage gegen sieben führende Hersteller von optischen Laufwerken eingereicht. Diesen werden illegale Preisabsprachen über einen Zeitraum von sechs Jahren vorgeworfen.
Laut den Unterlagen, die HP bei einem Bundesbezirksgericht im texanischen Houston einreichte, handelt es sich bei den Unternehmen um Toshiba, Samsung, Sony, Panasonic, NEC, TEAC und Quanta Storage - beziehungsweise ihre jeweiligen Tochtergesellschaften, die in dem Bereich aktiv sind, berichtet die ComputerWorld. Diese haben bisher nicht öffentlich zu den Anschuldigungen Stellung genommen.

HP spricht in der Klageschrift von einem Zeitraum vom 1. Januar 2004 bis zum 1. Januar 2010, in dem optische Medien zu den wichtigsten Datenträgern im Entertainment- und IT-Bereich gehörten. Allerdings war während dieser Zeit bereits absehbar, dass zunehmend andere Distributionsformen - insbesondere der Vertrieb über das Internet - eine wichtige Rolle spielen werden.

Um den damit einhergehenden Preisverfall zu bremsen, sollen die fraglichen Hersteller, die zusammen rund 90 Prozent des Marktes kontrollierten, geheime Absprachen getroffen haben. Weiterhin hätten sie mit hohen Lizenzgebühren für ihre Patentpools verhindert, dass Neueinsteiger dem Kartell mit günstigeren Angeboten in die Quere kommen können.

HP sieht sich durch diese Praxis in eine Opferrolle gedrängt. Immerhin verbaute das Unternehmen im fraglichen Zeitraum zahlreiche optische Laufwerke in seinen Produkten. Durch die Preisabsprachen habe man den Zulieferern letztlich mehr Geld zahlen müssen, als es bei einem funktionierenden Wettbewerb der Fall gewesen wäre, so HP. Die an dem Kartell beteiligten Firmen sollen sich zusätzlich auch über die Verhandlungsstrategien von Großkunden wie dem Computer-Konzern ausgetauscht haben.

Das Unternehmen will mit seiner Klage nun Schadensersatzzahlungen herausschlagen, deren Höhe bisher noch nicht genauer spezifiziert ist. Um dies zu erreichen, will HP im Laufe des Prozesses verschiedene Beweise vorlegen und wies außerdem darauf hin, dass es bei einigen der beteiligten Firmen eine regelrechte Tradition eines solchen rechtswidrigen Verhaltens gebe, da dieses ihnen schon in anderen Produktsegmenten nachgewiesen werden konnte. Dvd, Blu-ray, Optisches Medium, M-Disk Dvd, Blu-ray, Optisches Medium, M-Disk M-Disc
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