Forschern gelingt Sendung von 100 Gbit/s via Funk

Mobilfunk, Lte, Antenne, Sendemast, Funkmast, Handymast Bildquelle: Thomas Kohler / Flickr
Schnellen Datenübertragungen per Funk kommt eine steigende Bedeutung zu und entsprechend intensiv arbeiten Ingenieure hier an neuen Lösungen. In Karlsruhe konnte man nun 100 Gigabit pro Sekunde drahtlos übertragen.
In der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Nature Photonics stellen Forscher ihr Verfahren vor, bei dem Rekordwerte erreicht werden. Ihnen gelang es, Daten mit einer Geschwindigkeit von 100 Gigabit pro Sekunde bei einer Frequenz von 237,5 Gigahertz über eine Entfernung von 20 Metern im Labor zu übertragen. Im Rahmen des vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung geförderten Projektes "Millilink" hatten sie in früheren Experimenten bereits 40 Gigabit pro Sekunde und Übertragungsdistanzen von über einem Kilometer im Freiland erzielt.

Am Sender nutzten die Wissenschaftler nun gezielt ein photonisches Verfahren zur Erzeugung der Funksignale. Nach der Funkübertragung kamen am Empfänger vollintegrierte elektronische Schaltungen zum Einsatz. "Im Projekt stand die nahtlose Einbindung einer breitbandigen Richtfunkstrecke in faseroptische Systeme im Mittelpunkt", erklärte Ingmar Kallfass, der das Millilink-Projekt koordinierte.

Besonders für den ländlichen Raum soll diese Technologie eine kostengünstige und flexible Alternative zu Glasfasernetzen, deren Ausbau dort oft nicht wirtschaftlich ist, bieten. Darüber hinaus sieht Kallfass auch Anwendungen für die Heimvernetzung: "Mit einer Datenrate von 100 Gigabit pro Sekunde könnte man in nur zwei Sekunden den gesamten Inhalt einer Blu-ray Disc oder von fünf DVDs per Funk zwischen zwei Geräten übertragen", erläuterte er.

Der Sender erzeugte die Funksignale mittels eines sogenannten ultra-breitbandigen Photonenmischers der japanischen Firma NTT-NEL. Dabei werden zwei optische Lasersignale unterschiedlicher Frequenz auf einer Photodiode überlagert. Es entsteht ein elektrisches Signal, welches als Frequenz die Differenz beider optischer Signale, hier 237,5 GHz, besitzt. Das hochfrequente elektrische Signal wird anschließend über eine Antenne abgestrahlt. Mobilfunk, Lte, Antenne, Sendemast, Funkmast, Handymast Mobilfunk, Lte, Antenne, Sendemast, Funkmast, Handymast Thomas Kohler / Flickr
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