BlackBerry: Milliardenverlust & Massenentlassungen

Blackberry 10, Blackberry Z10, Blackberry Q10, BB10 Bildquelle: Blackberry.com
Dass der kanadische Smartphone-Hersteller ums Überleben kämpft, war bereits bekannt, wie dramatisch die Lage ist, war aber nicht klar. Das Unternehmen gab einen Verlust von knapp einer Milliarde Dollar bekannt, 4500 Mitarbeiter müssen gehen.
BlackBerry am Ende? Es sieht so aus: Der ehemals als Research in Motion bekannte Hersteller hat gestern die Vorschau auf seine aktuellen Quartalsergebnisse bekannt gegeben und diese zeigen, dass BlackBerry kaum noch zu retten sein dürfte. Demnach erwartet man für das zweite interne Quartal einen Verlust zwischen 950 und 995 Millionen Dollar.

Auch der bekannt gegebene voraussichtliche Umsatz zeigt das Ausmaß des Absturzes: Laut BlackBerry konnte man in seinem zweiten Geschäftsquartal 1,6 Milliarden Dollar umsetzen. Analysten hatten dagegen etwa das Doppelte erwartet, von "knapp" kann also keine Rede sein. Grund für das tiefe Loch sind Abschreibungen in der Mobilgerätesparte, vor allem verursacht durch das BlackBerry Z10.

Bestätigt wurde auch das vergangene Woche aufgekommene Gerücht, dass man rund 40 Prozent seiner Mitarbeiter entlassen wird, das sind immerhin 4500 Menschen, die sich bald einen neuen Job suchen müssen.

Das Unternehmen muss natürlich Konsequenzen ziehen, wenn es noch eine Chance zum Überleben haben will. Und so ist es auch und das in zweifellos signifikanter Art und Weise: Denn BlackBerry wird sich aus dem (breiten) Konsumentenmarkt zurückziehen und sich künftig nur noch auf Unternehmenskunden und -dienste sowie professionelle Endverbraucher konzentrieren. Damit will man die Kosten um etwa die Hälfte reduzieren.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer für die Kanadier und ihren deutschen Chef Thorsten Heins ist die Tatsache, dass man noch Bargeldreserven hat. 2,6 Milliarden Dollar hat man derzeit noch, in den drei Monaten bis Ende August zehrte man eine halbe Milliarde Dollar auf. Das Wall Street Journal resümiert, dass es nicht mehr eine Frage sei, ob BlackBerry noch im Smartphone-Market konkurrieren kann, sondern ob man als unabhängige Firma noch eine Überlebenschance hat.

Siehe auch: BlackBerry will schon seit einem Jahr niemand kaufen Rim, Blackberry 10, Blackberry Z10, Blackberry Q10, BB10 Rim, Blackberry 10, Blackberry Z10, Blackberry Q10, BB10 Blackberry.com
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