Microsoft greift massiv in Nokias Produktpolitik ein

Die bevorstehende Übernahme von Nokias Sparte für Mobile Geräte sorgt offenbar schon jetzt für Verzögerungen in der Abfolge der Produktveröffentlichungen durch Nokia. Der ursprünglich für Ende September angesetzte Launch des ersten Phablets von Nokia wurde deshalb angeblich verschoben.

Eigentlich sollte das Nokia Lumia 1520, welches erstmals bei Windows Phones einen 6-Zoll-Bildschirm und eine Quadcore-CPU haben wird, bereits gegen Ende September präsentiert werden, wie wir schon früher berichteten. Nach Angaben einer Quelle der Nachrichtenagentur Reuters wurde der Event nun um mehrere Wochen verschoben, wobei angeblich die geplante Übernahme der Handysparte von Nokia durch Microsoft der Grund sein soll.

Konkrete Angaben zu den Hintergründen blieb Reuters allerdings schuldig. Der russische Analyst Eldar Murtazin, der über enge Kontakte zu Microsoft-Mitarbeitern verfügt, behauptet in mehreren Twitter-Posts jedoch, dass Microsoft schon jetzt versucht, massiven Einfluss auf die Produktpolitik von Nokia zu nehmen. Unter anderem soll die Einführung von Nokias Windows-RT-basiertem Tablet "Sirius" auf der Kippe stehen.


Angeblich will Microsoft eine Konkurrenzsituation gegenüber dem hauseigenen, in Kürze erwarteten neuen Surface-Tablet mit Windows RT vermeiden und versucht deshalb, den Launch des Nokia-Tablets zu stoppen. Außerdem will Microsoft die Einführung weiterer, günstiger Smartphones mit Touchscreen verhindern, was wohl die Geräte der Nokia Asha-Serie betrifft, auf denen kein Windows Phone im Einsatz ist.

Microsoft will dem Vernehmen nach verhindern, dass Nokia weitere entsprechende Low-End-Smartphones auf den Markt bringt, für die man nach der Übernahme weiterhin Support leisten müsste. Da auf diesen Geräten statt Windows Phone das Nokia-eigene Symbian Belle im Einsatz ist, passt dies natürlich keineswegs in die Strategie der Redmonder. Erst gestern hatte Microsofts Vice President Terry Myerson, der für die Betriebssystemstrategie des Softwarekonzerns zuständig ist, verlauten lassen, dass man aber weiterhin auf einfache Handys mit Internetzugang setzen will, um damit neue Nutzer für die Microsoft-eigenen Online-Dienste zu gewinnen.
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Ich halte das für eine sehr schlechte Entscheidung. Das Phablet ist zwar viel zu spät aber dennoch muss man so etwas anbieten. Das RT Tablet muss nicht unbedingt sein, will eh keiner.
 
@shriker: Immer dieses will eh keiner, interessiert eh keinen, macht eh keiner. Und trotzdem weiß man (z.B. aus Kommentaren hier), dass es genauso so Leute gibt.
 
@treyy: Ist doch klar, das auf Winfuture viele Windows-Fans sind, die sich sowas kaufen. Ich weiß klingt etwas abwertend, sollte es aber nicht. Die Verkaufszahlen von RT-Geräten waren ja nicht sonderlich hoch.
 
@shriker: Um das Phablet geht es ja gar nicht, das wird auch unter Microsoft auf jeden Fall erscheinen. Es geht um das RT-Tablet, das Nokia auch geplant hatte. Das macht dann natürlich keinen Sinn mehr, da Microsoft bereits selbst ein solches anbietet.
 
@mh0001: Wenn man aber das Phablet schon wieder viel zu spät anbieten, hat man wieder keine Chance. Am besten ist, wenn man gleich von Anfang an dabei ist.


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