Ex-Apple-CEO Sculley über den Bruch mit Steve Jobs

Apple, Tokio, applestore Bildquelle: d. FUKA / Flickr
Der ehemalige Apple-Chef John Sculley hat auf einer Technologie-Konferenz erstmals über die Entlassung von Apple-Mitgründer Steve Jobs gesprochen und meinte, dass Jobs im Jahr 1985 noch weit von dem legendären Manager späterer Jahre entfernt gewesen sei.
28 Jahre hat John Sculley, der Apple zwischen 1983 und 1993 geleitet hat, geschwiegen, was 1985 genau passiert ist. In diesem Jahr musste der Apple-Mitgründer Steve Jobs das Unternehmen verlassen, nachdem er den Machtkampf mit dem ehemaligen Pepsi-Manager verloren hat. Die genauen Hintergründe waren aber bisher unklar, überraschend hat Sculley nun auf der Forbes Global CEO Conference ausführlich darüber gesprochen, wie das Wirtschaftsmagazin berichtet.

Und zwar sagte Sculley, dass er immer wieder darauf angesprochen werde, wie es zum Bruch zwischen Jobs und ihm kommen konnte, die beiden waren schließlich enge persönliche Freunde, Jobs selbst habe Sculley überzeugt, Pepsi zu verlassen und als Apple-CEO anzuheuern. John SculleyEx-Apple-CEO Sculley sprach ausführlich über den Bruch zwischen Steve Jobs und ihm Anlass für den Streit zwischen den beiden war die Einführung des Macs der zweiten Generation, also des Macintosh Office: Das Gerät wurde damals verrissen und von Kritikern als "Spielzeug" verschmäht. Wie sich Sculley erinnert, verfiel Jobs damals in eine "tiefe Depression." Diese hatte zur Folge, dass Jobs zum Apple-CEO kam und sagte, dass er den Preis des Geräts senken und die Werbung dafür intensivieren wolle, indem er Budget vom Apple 2 abzieht.

Sculley meinte darauf, dass das nichts helfen würde, da die Gründe für die schlechten Mac-Verkäufe weder der Preis noch die Werbung seien und die Jobs-Vorschläge nur Verluste zur Folge gehabt hätten. Das wollte Steve Jobs aber nicht so sehen und ging auf Konfrontationskurs. Sculley drohte, die Angelegenheit vor den Aufsichtsrat zu bringen. Sculley: "Ich habe also gesagt: 'Ich gehe damit zum Aufsichtsrat' und er antwortete, dass er mir nicht glaube. Ich sagte: 'Sieh' mir zu'."

Da Jobs damals alles andere als eine Glücksträhne hatte und für Flops wie Lisa oder Apple 3 mitverantwortlich war, gab der damalige Apple-Aufsichtsrat Sculley das OK, Jobs zunächst als Leiter der Mac-Abteilung abzusägen und ihn später ganz zu feuern. Sculley sagt, dass er selbst damals noch nicht die Erfahrung hatte, zu erkennen, wie es ist, eine gänzlich neue Industrie zu formen, so wie es Persönlichkeiten wie Bill Gates und Steve Jobs gemacht haben. Die Angelegenheit hätte auch anders ausgehen können, wenn es nicht jenen "Showdown" zwischen Jobs und ihm gegeben hätte, so der heute 78-jährige Sculley.

Gleichzeitig sagte er aber, dass auch Steve Jobs damals noch nicht der großartige Manager späterer Jahre gewesen sei und vieles erst gelernt habe, nachdem er nicht mehr bei Apple war. Sculley sagte schließlich, dass es der größte ("schreckliche") Fehler seiner Karriere war, nicht später auf Steve Jobs zuzugehen, um mit ihm einen Weg zu finden, wie dieser zu Apple zurückkommen könnte. Apple, Ceo, John Sculley Apple, Ceo, John Sculley Forbes
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