Digital-TV kommt auf der Zielgerade in Stocken

Xbox 360, Tv, Fernsehen, Fernseher, Entertainment, Unterhaltung, Arte Bildquelle: Microsoft
Die Digitalisierung der Fernsehübertragung ist in Deutschland in über sieben Millionen Haushalten noch immer nicht angekommen. Und der restliche Umbau geht inzwischen deutlich langsamer voran als in den letzten Jahren.
Das geht aus dem aktuellen Digitalisierungs-Bericht der Medienanstalten hervor. Mit einem Zuwachs von 3 Prozentpunkten fiel der Anstieg der Digitalisierungsquote in diesem Jahr auf 80,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr recht moderat aus, hieß es darin. Laut Papier empfangen aktuell 30,8 Millionen Haushalte in Deutschland digitale Fernsehsignale. In 7,3 Millionen TV-Haushalten wird noch ausschließlich analog ferngesehen.

Auch in Bezug auf die Mediennutzung führt die Digitalisierung mehr und mehr zu Veränderungen: Knapp 43 Prozent der Bevölkerung nutzen inzwischen Videoinhalte über das Internet. Dabei schauen mit 38,8 Prozent der befragten Personen weit über ein Drittel Videoinhalte auf dem Computer, am TV-Gerät sind es aber auch schon 16,7 Prozent, wozu die zunehmende Verbreitung von Netzwerkanschlüssen an den Geräten beiträgt.

Die Medienanstalten sehen die Gesellschaft hier aber auch vor neue Herausforderungen gestellt. Angesichts der zunehmenden Übertragung von Rundfunkinhalten über das Internet ergebe sich ein Spannungsfeld zwischen inhaltsneutraler Verbreitung und Bevorzugung von Medieninhalten mit besonderer Bedeutung für die öffentliche Meinungsbildung. "Hier gilt es, eine neue Balance zwischen Neutralität und Priorisierung zu finden. Nicht akzeptabel ist eine bevorzugte Übertragung von Inhalten nach der Zahlungsfähigkeit und Verhandlungsmacht der Anbieter", sagte Hans Hege, der für den Digital-Bereich zuständig ist.

Den Zahlen des neuen Digitalisierungsberichts zufolge blieben die Anteile der vier Übertragungswege weitgehend unverändert. Leicht zugelegt hat gegenüber dem Vorjahr der Satellit. Er liegt gleichauf mit dem Kabel. Mit jeweils über 17,6 Millionen Haushalten liegen beide Übertragungswege weit vorn in der Zuschauergunst.

Den Empfangsweg DVB-T nutzen aktuell 11 Prozent der Fernsehhaushalte in Deutschland. Dabei ist die Zahl der Haushalte, die ausschließlich den terrestrischen Empfang nutzen, auf 2,1 Millionen gestiegen. In den Kernregionen, in denen neben den öffentlich-rechtlichen auch private Programme zu empfangen sind, erfreut sich DVB-T mit 20,8 Prozent der TV-Haushalte konstant hoher Beliebtheit.

Der Fernsehempfang über den Breitband-Anschluss konnte erneut eine Steigerung verzeichnen. Im Jahr 2013 empfingen insgesamt knapp 1,9 Millionen Fernsehhaushalte IPTV, das damit bei nun 4,9 Prozent liegt.

Erstmals wurden in diesem Jahr auch Zahlen zum Radioempfang und der Radionutzung erhoben. Die Ergebnisse belegen, dass der digitale Radioempfang gegenüber UKW stark an Boden gewinnt. Mittlerweile empfangen 4,5 Prozent der deutschen Bevölkerung Radioprogramme auch über Digitalradio und nutzen dafür 2,7 Millionen DAB+-Empfangsgeräte. Allerdings ist fraglich, ob der digitale Rundfunk wirklich den Durchbruch schafft. Denn er bietet gegenüber dem klassischen UKW in der praktischen Nutzung kaum Vorteile und setzt neue Empfangsgeräte voraus. Hier könnte perspektivisch eher ein direkter Wechsel auf Internet-Technologien stattfinden: Radio über das Internet hören immerhin schon 26,5 Prozent der Befragten. Tv, Fernsehen, Fernseher Tv, Fernsehen, Fernseher
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