Nach Microsoft-Deal: Was von Nokia übrig bleibt

Nokia, Maps, Here Bildquelle: Nokia
Microsoft hat heute die Übernahme des bisherigen Kerngeschäfts von Nokia bekannt gegeben. Nun stellt sich die Frage, welche Geschäftsbereiche dem finnischen Konzern noch bleiben, immerhin hat das Unternehmen auch nach dem Deal noch rund 56.000 Mitarbeiter. Die Headline "Microsoft übernimmt Nokia" wäre zwar aufgrund ihre Kürze verlockend gewesen, sie wäre aber auch falsch. Denn Microsoft kauft zwar die wichtigste Sparte des finnischen Traditionsunternehmens, sie ist aber mitnichten dessen einzige, wie Neowin unter Berufung auf Nokias Pressemitteilung zum heute bekannt gegebenen Geschäft berichtet.

Denn mit dem geplanten Abschluss des Deals Anfang des nächsten Jahres wird Nokia zwar 32.000 Mitarbeiter an Microsoft weiterreichen, im Unternehmen verbleiben aber immerhin noch rund 56.000 Angestellte.

Siehe auch: Microsoft übernimmt die Gerätesparte von Nokia

Im Wesentlichen wird das künftige Geschäft der Finnen auf drei Säulen ruhen: Eine davon ist Nokia Solutions and Networks, kurz NSN. Dabei handelt es sich um einen Netzwerkausrüster, der 2007 als Joint-Venture mit Siemens entstanden ist und der bis vor kurzem als Nokia Siemens Networks bekannt war.

Der Netzwerkausrüster galt lange als unprofitabel, konnte aber im Vorjahr wieder die Gewinnzone erreichen. 2012 machte NSN einen Umsatz in Höhe von rund 13,1 Milliarden Euro, als Gewinn konnte man in diesem Zeitraum rund 822 Millionen Euro verbuchen. Anfang Juni hat Nokia den Rückkauf der Siemens-Anteile bekannt gegeben, als Preis wurden damals 1,7 Milliarden Euro vereinbart.

Zweite Säule sind die Kartenangebote von Nokia: 2011 hatten die Finnen den Geodaten-Anbieter Navteq gekauft. Diese Daten werden heute nicht nur an Dritte lizensiert, die bilden auch die Grundlage des Here-Kartenangebots, das auch Microsoft für (zunächst) vier Jahre lizensiert bekommt.

Schließlich hat Nokia auch noch seine Advanced-Technologies-Sparte. Die Forschungsabteilung ist ein wichtiger Teil des Patentgeschäfts (auch hier hat Microsoft einen weitreichenden Lizenzdeal vereinbart) der Finnen, sie wird nach Nokia-Angaben auch künftig in den Bereichen "Konnektivität, Sensoren, Werkstoffe sowie Web- und Cloud-Technologien" tätig sein.

Siehe auch: Nokia startet neues Komplett-Navi-System für Autos Nokia, Maps, Here Nokia, Maps, Here Nokia
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