NSA-Skandal befeuert Brasiliens Raumfahrtprogramm

Satellit, Rakete, Arianespace, Sojus, O3B Bildquelle: Arianespace
Brasilien hat praktische Schritte in Angriff genommen, um sich in Zukunft besser gegen die Spionage durch den US-Geheimdienst NSA zu schützen. Eine zentrale Rolle dabei spielt ein eigener Kommunikations-Satellit.
Dieser soll sowohl Telefonate als auch Breitband-Verbindungen abwickeln können. Die jeweiligen Kanäle sollen dabei gegen unbefugte Zugriffe von außen geschützt sein, berichtete das brasilianische Portal G1. Die Funktionalität des Satelliten soll dabei sowohl für militärische als auch zivile Anwendungen zur Verfügung stehen.

Die brasilianische Regierung will den Betrieb selbst organisieren. Für den Bau und den Start schließt man sich mit den Europäern zusammen. In den kommenden Wochen soll ein Vertrag mit dem französischen Unternehmen Thales Alenia Space über die Konstruktion abgeschlossen werden. Der ESA-Partner Arianespace soll den Satelliten dann voraussichtlich im April 2016 vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana in einen geostationären Orbit bringen.

Im Zuge der Kooperation soll auch ein Technologie-Transfer stattfinden, der es Brasilien dann ab 2021 ermöglichen soll, vollständig unter eigener Kontrolle entsprechende Satelliten zu bauen. Der erste Start ist dann nach den bisherigen Planungen für drei Jahre später vorgesehen. Aktuell ist das noch nicht möglich, da die brasilianischen Ingenieure bisher nur an Raumfahrtzeugen arbeiteten, die für die Meteorologie und die Erdbeobachtung gedacht waren und entsprechend in einem niedrigen Orbit flogen, was andere technische Voraussetzungen mit sich bringt.

Die Konstruktion des jetzt zu bauenden Satelliten soll daher direkt vor Ort von rund hundert Technikern aus Brasilien eng begleitet werden. Allerdings müsse sich in den kommenden Jahren noch zeigen, ob bereits der nächste inklusive aller Komponenten schon im Land gebaut werden kann, oder ob man für bestimmte Teile noch auf ausländisches Know-How zurückgreifen muss.

Das betrifft nicht nur die Satelliten an sich, sondern das gesamte brasilianische Raumfahrtprogramm. Die eigenen Startplätze müssen in den kommenden Jahren so umgebaut werden, dass sie auch von Raketen genutzt werden können, die groß genug sind, um den geostationären Orbit zu erreichen, hieß es. In den letzten Jahren war hier nicht viel passiert, nachdem ein Fehlstart vor rund zehn Jahren 21 Menschenleben kostete. Satellit, Raumfahrt, Rakete, Baikonur Satellit, Raumfahrt, Rakete, Baikonur Roskosmos
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