Ubuntu Edge scheitert trotz Crowdfunding-Rekord

Knapp 13 Millionen Dollar konnte der britische Linux-Distributor Canonical für sein geplantes "Über-Smartphone" per Crowdfunding sammeln. Ein Ubuntu-Edge-Gerät wird es aber dennoch nicht geben, da man das Ziel von 32 Millionen klar verfehlt hat.

Vor einigen Stunden ist die Crowdfunding-Kampagne zum ambitionierten Smartphone-Projekt Ubuntu Edge zu Ende gegangen. Zwar konnte Canonical einen neuen Weltrekord für diese Art der Finanzierung aufstellen, gescheitert ist sie aber trotzdem.

Wie die Macher auf ihrer Seite auf der Plattform IndieGoGo schreiben (via Android Police), habe man exakt 12.809.906 US-Dollar zusammenbekommen, insgesamt konnte man rund 20.000 Menschen für das ambitionierte Projekt begeistern. Das angestrebte Ziel hat man dabei dennoch klar verfehlt, ursprünglich wollte man auf diese Weise ein Entwicklungsbudget von 32 Millionen Dollar zusammenbekommen.

Ubuntu Edge - Vorstellung der Software
(HD-Version)

Mark Shuttleworth von Canonical bedankte sich für das Vertrauen der Unterstützer, insbesondere bei der Ubuntu-Community: Diese habe nicht nur Geld an das Projekt überwiesen, sondern vor allem auch viel Zeit investiert um es mit Hilfe von Mailing-Listen, Social-Media- und Werbe-Kampagnen sowie dem Kontaktieren lokaler Medien bekannter zu machen, damit sich weitere Unterstützer dafür finden. Die aktivsten freiwilligen Helfer werde man noch extra kontaktieren, so Shuttleworth, um sich bei ihnen persönlich zu bedanken.

BILDERSTRECKE
Ubuntu Edge Ubuntu Edge Ubuntu Edge
Ubuntu Edge Ubuntu Edge Ubuntu Edge
(10 Bilder)


Der "große Gewinner" der Kampagne ist trotz des Scheiterns Ubuntu selbst, meint der Canonical-Besitzer. Man habe zwar unbedingt das Edge bauen wollen, könne sich nun aber dennoch über die Aufmerksamkeit freuen, die die IndieGoGo-Aktion ausgelöst hat. Das werde einen "großen Schub" für Ubuntu und die im nächsten Jahr erscheinenden Smartphones bedeuten, so Shuttleworth.


Wie bei Crowdfunding üblich, werde das Geld an die Unterstützer zurücküberwiesen. Aufgrund des hohen Betrages und der vielen "Backer" können dies einige Tage in Anspruch nehmen, Shuttleworth schreibt aber, dass ihm PayPal versichert habe, dass dies nicht länger als fünf Tage dauern werde.

Siehe auch: Ubuntu Edge - Preissenkung soll Projekt finanzieren
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Ich wüßte auch nicht was man mit dem Ding sollte. Für ein Smartphone ist es gnadenlos überdimensioniert, für einen PC selbst mit dieser Leistung schon mehr als von gestern. Ubuntu Mobile klingt recht interessant, etwas das ich von Ubuntu auf dem Desktop nicht behaupten kann.
 
@Johnny Cache: Aha, welche Leistung hatte es denn? Es war ja absolut nichts bekannt aussder, dass das Edge, wenn es denn gebaut wird, die besten zu diesem zeitpunkt erhältlichen Komponenten bekommen wird. Ich finde es wirklich schade, dass sie damit gescheitert sind.
 
@Johnny Cache: Komm mal hoch aus deinem Keller, und du wirst feststellen, wie wenig Hardware Surfen, Mails schreiben und Gefällt-mir-Buttons anklicken braucht. Und genau das ist es, was 95 Prozent der der PC-Besitzer mit ihrem Gerät machen. Schon kacke, wenn man sich und seine Anforderungen für das Zentrum der Welt hält.
 
[re:3] ctl am 22.08.13 14:48 Uhr
(-2
@Johnny Cache: Überdimensioniert? Sowas gibt es nicht! Auch wenn die Geräte, selbst mit modernster Technik, mit herkömmlichen PCs nicht mithalten können, so ist das Konzept durchaus überzeugend. Auch die Leistung dürfte für herkömmliche Aufgaben mehr als ausreichen und für die meisten Leute zufriedenstellend sein.
 
@ctl: Und warum sollte man dann für ein Smartphone so viel Geld ausgeben, wenn man eh schon eine mehr als ausreichende Kiste zuhause rumstehen hat?


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