CoreOS: Ein Server-OS so einfach wie ein Browser

Google, Server, Netzwerk Bildquelle: Liz Henry / Flickr
In einer archetypischen Garage im Silicon Valley haben sich einige Entwickler zusammengefunden und wollen nichts geringeres, als ein Betriebssystem entwickeln, das die Server-Welt revolutionieren soll. CoreOS nennen sie ihr System, das als Open Source-Projekt entwickelt wird und auf einem Linux-Kernel basiert. Wie das US-Magazin Wired berichtet, besteht das Ziel vor allem darin, dass Server-Betriebssysteme zukünftig zu ebenso flexiblen Umgebungen werden, wie es heute die Browser auf Client-Rechnern sind.

Aktuell sind Server-Betriebssysteme noch recht statische Dinge. In der Regel entscheidet sich der Betreiber für ein System, das sich dann über einen längeren Zeitpunkt nicht mehr großartig verändert. Lediglich Sicherheits-Patches werden gelegentlich eingespielt. Größer Änderungen vermeidet man jedoch, um nicht zu riskieren, dass Inkompatibilitäten zu den auf dem Server laufenden Anwendungen entstehen.

Das wollen die CoreOS-Entwickler ändern. Nach ihrer Vorstellung soll zukünftig das Server-Betriebssystem ebenso einfach und problemlos mit Aktualisierungen versorgt werden können, wie es heute bei Browsern der Fall ist. Bei letzteren hat dies dazu geführt, dass sich die Software in den letzten Jahren immer schneller weiterentwickelt hat, ohne, dass die Nutzer Probleme bekamen, Anwendungen im Web zu verwenden.

Ähnlich wie Webseiten in einem Browser sollen die Anwendungen bei CoreOS in einer Art Container laufen, der ihnen einerseits alles Nötige an Ressourcen zur Verfügung stellt, andererseits über sehr klar definierte Schnittstellen zwischen der Applikation und den darunter liegenden Layern vermittelt. Dies würde es nach Vorstellung der Entwickler problemlos möglich machen, dem System selbst in kurzen Abständen auch größere Updates zu verpassen, andererseits die Anwendungen auch problemlos von einem Rechner auf den nächsten verschieben zu können - vergleichbar mit den viel aufgeblähteren virtuellen Maschinen.

Große Web-Unternehmen wie Google arbeiten in ihren Datenzentren bereits mit modifizierten Betriebssystemen, in denen solche Konzepte umgesetzt werden. Durch CoreOS soll dies zukünftig aber jedermann zur Verfügung stehen, auch kleineren Server-Betreibern. Die Entwickler versprechen sich davon, dass die Internet-Infrastruktur einerseits flexibler wird, durch die leichteren Update-Möglichkeiten aber auch deutlich sicherer.

Das Team hinter CoreOS setzt sich dabei aus Leuten zusammen, die mit ihren bisherigen Erfahrungen ein solches Vorhaben durchaus umsetzen können. Der Kopf des Projektes ist Alex Polvi, der das Start-up Cloudkick aufbaute, von dem Management- und Monitoring-Systeme für Cloud-Infrastrukturen entwickelt werden. Dieses wurde inzwischen vom Cloud-Anbieter Rackspace übernommen. Hinzu kommt außerdem Greg Kroah-Hartman, der für den Stable-Zweig des Linux-Kernels verantwortlich ist. Server, Supercomputer, Rack Server, Supercomputer, Rack IBM
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