Ubuntu Edge: Preissenkung soll Projekt finanzieren

Der Linux-Anbieter Canonical hat den Preis für die Vorfinanzierung seines geplanten "Über"-Smartphones Ubuntu Edge im Rahmen der Crowdfunding-Kampagne für den weiteren Verlauf des Vorhabens gesenkt, um so mehr Interessenten als Geldgeber zu gewinnen.

Wer in den verbleibenden 15 Tagen der IndieGoGo-Kampagne bereit ist, in die Vorbestellung des Ubuntu Edge zu invenstieren, muss dafür ab sofort nur noch mindestens 695 Dollar investieren. Bisher wurden dafür nach einem anfänglich reduzierten Mindestpreis ganze 800 Dollar verlangt.

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Ubuntu Edge Ubuntu Edge Ubuntu Edge
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Ursprünglich war das Vorhaben mit dem Ziel gestartet, innerhalb eines Monats insgesamt 32 Millionen US-Dollar für das Projekt zu sammeln. Nach einem fulminanten Start, der dafür sorgte, dass innerhalb von 24 Stunden bereits 3,45 Millionen Dollar zusammenkamen, hat das Interesse allerdings erheblich nachgelassen. Nach der ersten Woche waren 7,07 Millionen Dollar zusammengekommen.

Bis zur Bekanntgabe der Preisreduktion kam das Projekt in seiner zweiten Woche nur auf rund eine Million Dollar weiterer Spenden. Aktuell steht der Spendenstand bei 8,65 Millionen US-Dollar, so dass für die verbleibende Finanzierungsperiode theoretisch jeden Tag mehr als eine Million Dollar hinzukommen müsste, um das hochgesteckte Ziel von 32 Millionen Dollar zu erreichen.

Ubuntu Edge - Vorstellung der Software (HD-Version)

Canonical selbst begründet die jüngste Preisreduktion mit neuen Zusagen von Komponentenlieferanten, die eine günstigere Fertigung der ersten Geräte ermöglichen würden. Weil man mit einigen großen Partnern verhandelt habe, könne man das Gerät nun günstiger produzieren als ursprünglich angenommen wurde, heißt es.

Mit dem Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg konnte Ubuntu gestern den ersten großen Abnehmer für ein Firmenpaket gewinnen. Das Medienunternehmen spendet nach eigenen Angaben insgesamt 80.000 Dollar, um im Gegenzug 100 Ubuntu Edge Smartphones der ersten Generation zu erhalten. Bloomberg begründete den Schritt damit, dass man großes Interesse an der offenen Architektur des Smartphones habe und das Konzept, ein Gerät für die Verwendung unterwegs und als Desktop-Plattform zu nutzen, für die Entwickler des Unternehmens höchst interessant sei.

Das Ubuntu Edge soll im Mai 2014 ausgeliefert werden und angeblich nicht in den regulären Handel kommen. Das Gerät wird mit Ubuntu Phone OS und Android ausgestattet sein und soll eine möglichst leistungsstarke Plattform nutzen. Unter anderem sind vier Gigabyte Arbeitsspeicher und 128 GB interner Flash-Speicher vorgesehen.


Beim Bildschirm handelt es sich nach aktueller Planung um ein 4,5 Zoll großes Display mit einer Abdeckung aus Sapphir-Glas und einer Auflösung von 1280x720 Pixeln. Hinzu kommen zwei LTE-Antennen und GSM-Unterstützung sowie ein Si-An Lithium-Ionen-Akku. Beim Display und der Plattform will man die Spezifikationen möglichst spät finalisieren, um noch vor dem Start technische Verbesserungen gegenüber den aktuellen Plänen umsetzen zu können.

Zwar gab es ein großes Interesse am Ubuntu Edge, doch tatsächlich haben bisher nur 195 Personen auch wirklich die 695 Dollar für das Gerät gespendet, die Canonical verlangt. In sechs Fällen wurde das 10.000 Dollar teure "On-Of-A-Kind"-Paket geordert, bei dem man eines der ersten 50 Geräte und direkten Kontakt zu den Entwicklern sowie eine Einladung zur Präsentation des fertigen Produkts erhält.
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die news ist super negativ geschrieben, wie ich finde. nach dem überhaupt mal eine news zu dem ganzen thema kam.
 
@Mezo: Wenn sich der Mix aus Desktop/Smartphone durchsetzt, würde Ubuntu Edge ohnehin von Android, iOS und Windows überlaufen. Mich würde nicht mal wundern, wenn sich Canonical von Google aufkaufen lässt. Von daher ist egal, ob nun positiv oder negativ berichtet wird. Am Ende ist es gegen die Konkurrenz sowieso chancenlos.
 
@Mezo: Was ist denn daran super negativ geschrieben?
 
Sieht ein wenig wie ein kleines Surface aus :)
 
@Xe77a: Es sieht eigentlich wie Ubuntu auf dem Desktop aus. Dort ist es dank Unity ja nur sehr unkomfortabel zu bedienen, aber deren Handyversion sieht wirklich vielversprechend aus. Würde ich gerne mal auf meinem Handy testen.


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