Modernster Telekom-Satellit erfolgreich gestartet

Satellit, Orbit, Planet Bildquelle: Eric Hackathorn / Flickr
Vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana aus ist am gestrigen Abend mit "Alphasat" der bisher größte europäische Telekommunikations-Satellit in seine Umlaufbahn gestartet. Immerhin 6,7 Tonnen wiegt das Raumfahrtzeug, das vom britischen Unternehmen Inmarsat betrieben wird. Dieser wird nun auf neue, leistungsfähigere Kommunikationstechnik zugreifen können, die dabei einen großen Teil der nordöstlichen Hemisphäre abdeckt. Gebaut hat den Satelliten das darauf spezialisierte Unternehmen Astrium.

Auf Alphasat sind aber nicht nur die Kommunikationssysteme von Inmarsat installiert. Hinzu kommt beispielsweise auch Technologie der europäischen Raumfahrtagentur ESA, mit der die Kommunikation mit anderen Satelliten verbessert werden soll. Zu diesen wird eine Datenverbindung via Laser aufgebaut, um Beobachtungsdaten schneller zur Erde zu bekommen als bisher. An dessen Entwicklung war das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) federführend beteiligt.

Alphasat basiert auf einer neuen Plattform, die zukünftig noch weitaus mehr Technik aufnehmen soll. Bis zu 8,8 Tonnen Nutzlast können auf ihr installiert und dann mit einem Ariane 5-Launcher der ESA in die Erdumlaufbahn befördert werden.

Durch den Alphasat war die Traglast der Ariane 5-Rakete gestern noch nicht ausgelastet, was regelmäßig zum Anlass genommen wird, gleich noch einer zweiten Mission zum Start zu verhelfen. Im aktuellen Fall wurde Insat-3D mitgenommen, der in eine eigene Umlaufbahn kam. Dabei handelt es sich um einen Satelliten zur Wetterbeobachtung aus Indien.

Die Ariane 5 konnte sich damit einmal mehr als eines der aktuellen zuverlässigsten Launcher-Systeme beweisen. "Der 56. erfolgreiche Start der Ariane 5 in Folge hat erneut gezeigt - falls dies noch notwendig war -, dass der Einsatz der 6.000 an dem Programm beteiligten Mitarbeiter in hohem Maße zur außerordentlichen Zuverlässigkeit dieser Schwertransport-Trägerrakete beigetragen hat", sagte Astriums CEO François Auque nach dem Start. Esa, Rakete, Ariane 5 Esa, Rakete, Ariane 5 ESA
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