Baupläne des neuen NSA-Datenzentrums liegen vor

Nsa, Datenzentrum, Bauplan Bildquelle: Forbes
Dem US-Geheimdienst NSA wird für seine Überwachungsprogramme bald ein neues Datenzentrum zur Verfügung stehen, über das schon viel spekuliert wurde. Jetzt gibt es erstmals Details über die Anlage.
Insbesondere unter dem Eindruck der inzwischen öffentlich gewordenen flächendeckenden Überwachungsprogramme liefen die Spekulationen über die Leistungsfähigkeit der Anlage zuletzt auf Hochtouren. Da wurde spekuliert, dass die NSA in dem Datenzentrum Mengen im Yottabyte- oder Zettabyte-Bereich speichern könne. Also Billiarden von Terabyte.

Baupläne des NSA-DatenzentrumsBaupläne des NSA-DatenzentrumsBaupläne des NSA-DatenzentrumsBaupläne des NSA-Datenzentrums

Nun - ganz so dramatisch wird es dann doch nicht, wie Baupläne verdeutlichen, die dem US-Magazin Forbes vorliegen. Trotzdem wird es sich durchaus um eine nicht zu verachtende Anlage handeln. Im US-Bundeststaat Utah entstehen demnach vier identische Hallen, in denen die Server untergebracht werden. Flankiert werden diese von Gebäuden, in denen beispielsweise die Energieversorgung und Notstromsysteme untergebracht werden.

Zieht man bei den vier Kerngebäuden den Platz ab, der beispielsweise für die Klimatisierung benötigt wird, verbleiben jeweils etwas mehr als 2.300 Quadratmeter an Server-Stellfläche - insgesamt also rund 9.300 Quadratmeter. Laut Brewster Kahle, Leiter des Internet Archive und ausgewiesener Experte, was die Effizienzsteigerung von Datenzentren angeht, finden hier somit rund 10.000 Server-Racks Platz. "Wir reden also über Maschinen im Wert von rund einer Milliarde Dollar", sagte er.

Nach aktuellem Stand der Technik kann ein solches Rack im Schnitt etwa 1,2 Petabyte Daten speichern. Um dies mit den Überwachungsprogrammen der NSA in Relation zu bringen, erklärte Kahle, dass die Aufzeichnung aller Telefonate, die in einem Jahr in den USA geführt werden, etwa 272 Petabyte Speicherplatz benötigen würden - dafür würden also gerade einmal etwas mehr als 200 der 10.000 Racks benötigt.

Somit wäre es seiner Ansicht nach auch gar nicht nötig, Speicherplatz einzurichten, wie er in den Spekulationen vorkam. Denn dieser würde angesichts der Ausgefeiltheit der heutigen Technologien höchstens benötigt, wenn der Geheimdienst jeden einzelnen US-Bürger 24 Stunden am Tag und ein ganzes Jahr lang mit einer Video-Aufzeichnung beobachten würde.

Das neue Datenzentrum in Utah entspricht letztlich also etwa den aktuell größten Anlagen, die Google betreibt. Auch wenn es in der Realität nicht mit den wilden Spekulationen mithalten kann, ist es doch sehr leistungsfähig und bietet dem Geheimdienst sehr große Ressourcen, um die Speicherung und Analyse des Kommunikationsverhaltens von zahlreichen Menschen weltweit deutlich voranzubringen. Laut einer NSA-Sprecherin soll das Datenzentrum noch im laufenden Geschäftsjahr der US-Behörden in Betrieb gehen. Spätestens Ende September soll es also so weit sein. Nsa, Datenzentrum, Bauplan Nsa, Datenzentrum, Bauplan Forbes
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