Ausprobiert: Das neue Nokia Lumia 625 im Hands-on

Der finnische Handyhersteller Nokia hat gestern mit dem Nokia Lumia 625 sein bisher größtes Windows Phone vorgestellt. Das Gerät soll mit seinem 4,7-Zoll-Display und LTE in Deutschland für 299 Euro ab August erhältlich sein. Wir hatten bereits die Möglichkeit, das neue Smartphone auszuprobieren.

Das Nokia Lumia 625 wirkt mit seinem 4,7 Zoll großen Display wie ein (sehr) großer Bruder des schon länger erhältichen Lumia 620 und unterscheidet sich von diesem Modell außerdem durch die Verwendung eines 1,2 Gigahertz schnellen Qualcomm Snapdragon S4 MSM8930, der neben seinen zwei Rechenkernen auch das LTE-Modem enthält. Mit einem entsprechenden Vertrag kann man so mit bis zu 50 MBit/s unterwegs ins Internet gehen.

Nokia Lumia 625 - Das neue "große" Windows Phone im Hands-on (HD-Version)

Das Gerät macht einen durchaus wertigen Eindruck, denn Nokia hat wie bisher großen Wert darauf gelegt, hochwertige Materialien zu verwenden. Mit dem an den Rändern gewölbten Display und seiner aus zweilagigem Kunststoff gefertigten Rückenabdeckung liegt das Gerät gut in der Hand, auch wenn Nutzer mit kleinen Händen ein paar Schwierigkeiten haben dürften, den kapazitiven Zurück-Button unterhalb am unteren linken Rand mit dem Daumen zu erreichen, wenn sie nur eine Hand verwenden.

BILDERSTRECKE
Nokia Lumia 625 Nokia Lumia 625 Nokia Lumia 625
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(30 Bilder)


Das Gewicht von knapp 160 Gramm ist angeblich vor allem dem Display und seiner Abdeckung geschuldet, wer also ein besonders leichtes Smartphone sucht, ist hier auf dem falschen Weg. Das Cover kann vollständig abgenommen werden und umschließt auch die Seiten des Lumia 625. Darunter werden der MicroSD- und der SIM-Kartenslot zugänglich, so dass man den internen Speicher von acht Gigabyte auf Wunsch um bis zu 64 GB erweitern kann. Der Akku mit seinen 2000mAh Kapazität ist leider fest verbaut, sollte aber aufgrund der moderaten Taktung der CPU eine für aktuelle Smartphones recht lange Laufzeit erreichen, vorausgesetzt natürlich, dass man das LTE-Modem nicht allzuhäufig verwendet.

Das Display besitzt einen High-Brightness-Modus, so dass es auch im hellen Sonnenlicht noch recht gut abgelesen werden kann. Da es sich um ein LCD handelt, kann die vom Lumia 925 und Lumia 1020 bekannte Glance Screen Funktion, die die Uhrzeit auf deren AMOLED-Displays anzeigt, ohne das Telefon aus dem Standby holen zu müssen, hier leider nicht genutzt werden. Die Farben wirken kräftig, sind aber etwas blass. Außerdem könnte die recht geringe Auflösung von 800x480 Pixeln manche Nutzer stören, die sich ein schärferes Display wünschen. Hält man das Lumia 625 allerdings mit normalem Abstand zu den Augen, wirkt der Bildschirminhalt stets ausreichend scharf.


Die Leistung der Qualcomm-CPU scheint vollkommen auszureichen, um das einigermaßen genügsame Windows Phone 8 auf dem Gerät äußerst flüssig zu betreiben. Wartezeiten beim Laden von Apps bewegen sich trotz des mit 512 Megabyte leider recht begrenzten Arbeitsspeichers im Rahmen. Auf die weltweite Autonavigation mittels HERE Drive+ muss man hier wohl aus Kostengründen verzichten, immerhin gibt es aber die Karten für die Offline-Navigation in Deutschland, Österreich und der Schweiz gratis dazu. Die auf der Rückseite verbaute 5-Megapixel-Kamera liefert Bilder von durchschnittlicher Qualität und hat einen LED-Blitz.

Insgesamt wirkt das Lumia 625 wie eine sinnvolle Ergänzung des ohnehin schon recht breiten Portfolios der Windows Phones von Nokia, denn der Hersteller kann so Kunden bedienen, die ein recht großes aber dennoch günstiges Smartphone mit schnellem Internetzugriff wünschen. Wer bereit ist, die Abstriche beim Display in Kauf zu nehmen, bekommt mit dem Gerät ein attraktives Smartphone, dass sich neben dem Betriebssystem auch durch günstig nachzukaufende Wechsel-Cover in kräftigen Farben von der Masse abhebt. Nokia will deshalb vor allem junge Kunden ansprechen und einen Fokus auf die Multimedia-Fähigkeiten legen.

Nokia Lumia 625 im Preisvergleich:

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Glance Screen soll auf allen Lumias mit Ausnahme des 520/521, also unabhängig vom AMOLED oder LCD-Display mit dem Amber-Update kommen.
 
@strichcode: so habe ich das auch verstanden. Ist eher ein Problem des Systemspeichers, als des Displays. Winfuture --- bitte kommentiert das noch einmal konkret.
 
@JoePhi: Mir wurde explizit vom deutschen Produkt-Manager für das Gerät gesagt, dass man es nicht anbieten wird. Als Grund wurde ausdrücklich das Display genannt, nicht etwa der Speicher.
 
"Mit dem an den Rändern gewölbten Display und seiner aus zweilagigem Kunststoff gefertigten Rückenabdeckung liegt das Gerät gut in der Hand, auch wenn Nutzer mit kleinen Händen ein paar Schwierigkeiten haben dürften, den kapazitiven Zurück-Button unterhalb am unteren linken Rand mit dem Daumen zu erreichen, wenn sie nur eine Hand verwenden." Aha sehr interessant! Das wird aber vermutlich auf die Handhaltung ankommen, ob es eher der Zurück- oder der Such-Button werden wird!
 
@Rainbow Warrior: Was meinst du? Bei WP ist der linke Button IMMER der Zurück-Button. Und das steht (richtigerweise) auch im Artikel. Welcher von den beiden nun schwieriger zu erreichen ist, hängt wohl einzig und allein davon ab, ob der User Rechts- oder Linkshänder ist. ;)


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