3D-Drucker: Das BKA will auch Waffen ausdrucken

Die Bundesbehörden haben in 3D-Druckern offenbar ein Risiko-Potenzial entdeckt, das sie bisher noch nicht genau einschätzen können. Nun wolle sie selbst mit den Geräten experimentieren.

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken hervor. "Die technische Entwicklung in Bezug auf sogenannte 3D-Drucker wird durch die Bundesregierung aufmerksam verfolgt", heiß es darin. Darauf sind unter anderem das Bundeskriminalamt (BKA) und die Bundespolizei angesetzt, um mögliche Gefährdungen und auch einen möglichen Nutzen zu erforschen.

Die Behörden weisen den 3D-Druckern dabei den Angaben zufolge eine hohe Priorität zu. Denn man geht davon aus, dass hier verschiedene Gegenstände auch ohne die bisher erforderlichen Fachkenntnisse produziert werden könnten. "Bisherige Zugangsbeschränkungen (bspw. bei Verkauf von gefährlichen Gegenständen an Personen unter 18 Jahren) könnten dabei durch die freie Verfügbarkeit von Dokumenten (Bauanleitungen) im Internet umgangen werden", hieß es.


Hier geht es natürlich in erster Linie um Kunststoff-Waffen, die kürzlich bereits für Aufsehen sorgten. Die Bundesregierung weist darauf hin, dass diese auch ohne die Verfügbarkeit von Munition ein Risiko darstellen könnten, wenn sie als "Drohmittel" eingesetzt werden. Aber auch die wahrscheinlicheren rechtlichen Probleme im Bereich der Produkt- und Markenpiraterie habe man im Blick.

Allerdings landen die Ausführungen der Bundesregierung schnell wieder bei schwereren Problemen: "Nach einer ersten Einschätzung könnte durch den in Rede stehenden Ausdruck von Waffen oder Waffenteilen die Luftsicherheit betroffen sein", erklärte man. Hinsichtlich dessen wollen Bundespolizei und BKA in Kürze eigene Tests durchführen, weshalb man aktuell einen 3D-Drucker für diese Behörden anschaffe. Auch ein internationaler Erfahrungsaustausch soll stattfinden. Zudem wollen die Polizeibehörden auch untersuchen, wie sich die Systeme für ihre eigenen Zwecke einsetzen lassen.
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Die mit ihren Waffenteilen immer! Wesentliche Teile im Sinne des Waffg können damit nicht hergestellt werden. Und die Teile die man herstellen kann, gibt's frei verkäuflich! Aber wenigstens beschäftigen sich die Behörden mal mit etwas "neuen"...
 
@dermitdemcomputer: Angesichts der Tatsache das 2014 die Lasersintern Patente auslaufen (siehe http://goo.gl/n25bRt) und sich damit tatsächlich voll funktionierende Kunststoff- und Metallwaffen herstellen lassen, wäre ich doch vorsichtig mit solchen Behauptungen.
 
@dermitdemcomputer: Aber bevor der 3D Drucker den Passierschein A38, nicht zu verwechseln mit dem Passierschein A39, der erst Jahre später im Rundschreiben B65 festgelegt wurde, bekommt, kann es noch dauern bis die Behörden testen können.
 
@andreas2k: naja Kunststoffwaffen sind zwar nicht zu unterschätzen aber meist nach einer anwendung defekt und die selbstverletzung ist sehr groß wenn man nicht das richtige material nimmt aber selbst dann ist es noch zu gefährlich. Da nehm ich lieber ne Nagelpistole. Mindestens genauso gefährlich und legal. Mit meinem Amerika import Nagle ich meinem Nachbar in 50m entfenrung noch den Zaun fest :D
 
@andreas2k: nur kannst du immer noch keine Munition damit herstellen... also im dem Sinne ungefährlich.außer du wirst mit den teilen *auf g36 schiel *


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