Thom Yorke von Radiohead wettert gegen Spotify

Spotify, Musik-Streaming, Streamingportal Bildquelle: Spotify
Sänger Thom Yorke gilt samt Band Radiohead als einer der ersten, der aktiv versucht hat, mit kreativen Ideen wie dem freiwilligen Bezahlen für ein Album gegen die Krise der Musikindustrie vorzugehen. Da könnte man glauben, dass Yorke Spotify gut findet. Tut er aber nicht.
Denn wie die britische Tageszeitung The Guardian berichtet, hat Yorke seine Solo-Songs bzw. jene seines Projekts Atoms For Peace aus dem Angebot von Spotify nehmen lassen. Als Grund dafür gab er an, dass das Modell des Streaming-Anbieters Newcomer benachteilige. Oder wie Yorke es formuliert hat: "Neue Künstler bekommen durch dieses Modell einen Scheißdreck bezahlt."

Yorke wird dabei auch von Nigel Godrich, dem langjährigen Radiohead-Produzenten, der auch schon mit Ex-Beatle Paul McCartney zusammengearbeitet hat, unterstützt. Godrich meint dazu, dass die Zahlen bisher nicht einmal für Spotify aufgingen, was aber nicht einmal der wichtigste Punkt sei. Denn derzeit gehe es vor allem darum, ein Geschäftsmodell für die Zukunft aufzubauen.

Und dieses Geschäftsmodell mag zwar für Backkataloge funktionieren, so Godrich, neue Künstler können damit aber nicht unterstützt werden. Grund dafür ist die Tatsache, dass die Nutzer von derartigen Streaming-Angeboten dort meist bereits bekannte Musikstücke hören, aber nur selten bereit sind, Neues zu entdecken.

Bei den aktuellen Tarifen, die an die Künstler ausgezahlt werden, bekomme man für eine Million Streams etwa 4400 Euro ausbezahlt. Das sind aber Abspielzahlen, von den Newcomer natürlich nur träumen können. Yorke dazu auf Twitter: "Es gibt keine Zweifel: Neue Künstler, die man auf Spotify entdeckt, werden nicht bezahlt." Profit machten nur die Aktionäre, so Yorke weiter.

Godrich versicherte, dass es Yorke und ihm nicht darum gehe, mehr Geld für sich herauszuschlagen, sondern zu verhindern, dass die Kunst leidet, weil es für den Nachwuchs immer schwerer werde. Denn: "Das sind dieselben Typen der alten (Musik-)Industrie, die den (neuen) Vertriebsweg in den Würgegriff bekommen wollen."

Bei Spotify wollte man diese Vorwürfe nicht unkommentiert lassen, der Streaming-Anbieter ließ ausrichten, dass man bereits eine halbe Milliarde Dollar an die Rechtebesitzer ausbezahlt habe, bis Ende 2013 werde man die volle Milliarde erreicht haben. Ein großer Teil dieses Geldes werde in neue Talente und neue Musik investiert, zudem helfe Spotify immer wieder jungen Künstlern beim Aufbau ihrer Karriere. Spotify, Musik-Streaming, Streamingportal Spotify, Musik-Streaming, Streamingportal Spotify
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