Bayern: Bußgeld für E-Mail ohne BCC

Weil die Mitarbeiterin eines Handelsunternehmens in einer E-Mail an Kunden die Liste der Adressaten für alle Empfänger sichtbar gelassen hatte, muss sie nun ein Bußgeld berappen. Dies teilte das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht mit.

Personenbezogene Daten wie E-Mail-Adressen dürften nur dann an Dritte übermittelt werden, wenn eine Einwilligung bestehe oder es eine gesetzliche Grundlage gebe, so die Behörde. Über die Höhe der Strafe wurde zunächst nichts bekannt.

Im beschriebenen Fall hatte die Liste der E-Mail-Adressen rund 95 Prozent des Inhalts ausgemacht, wenn die fragliche E-Mail ausgedruckt werde, begründete das BayLDA die Entscheidung. Sie gab auch den Hinweis, bei E-Mails an mehrere Empfänger im Zweifelsfall unbedingt das "BCC-Feld" (englisch: Blind Carbon Copy, "Blindkopie") zu nutzen, um sich auf sicherem Terrain zu bewegen.

Um Unternehmen für die Problematik im E-Mail-Verkehr zu sensibilisieren, werde in Kürze in einem vergleichbaren Fall nicht der konkrete Mitarbeiter belangt, sondern die Unternehmensleitung. Immerhin räumte das BayLDA ein, dass ein "derartiger Verstoß sehr schnell und fahrlässig geschehen kann".


In der Praxis könnte der Fall dafür sorgen, dass Firmen dazu gezwungen werden, ihre E-Mail-Politik zu überdenken. Denn bislang kann ein Mitarbeiter im Normalfall die E-Mail-Adresse vom Arbeitsplatz ohne Beschränkungen nutzen.
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Ja, das hat hier in Bonn auch eine Landeseinrichtung geschafft und die Daten von 150 Leuten in eine Mail CC gepackt. Daraufhin wurde ich auch zugespammt von den Leuten. Leider sitzen an wichtigen Stellen immer noch zu viele Leute mit zu wenig Ahnung von moderner Technik.
 
[re:1] Onno am 29.06.13 12:13 Uhr
(+5
@LoD14: Stichwort "Einweisung in den Arbeitsplatz": man muss den Menschen auch erklären, was wozu ist. Allerdings sind gut qualifizierte Arbeitnehmer nicht für 6 EUR/Std. zu haben. Verwaltungskosten sparen wollen aber trotzdem alle. Es kann aber auch sein, das die Person sich einfach nur verklickt hat.
 
@LoD14: jo - #Neuland
 
"... rund 95 Prozent des Inhalts ausgemacht, wenn die fragliche E-Mail ausgedruckt werde." <= das gehört zu den schwachsinnigsten Argumenten, die ich je gelesen habe.
 
@Lofi007: es waren ungefähr 10 druckseiten ... (aus anderer quelle erfahren)


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