Datenbrillen sollen Feuerwehr-Arbeit klar erleichtern

Feuer, Brand, Feuerwehr Bildquelle: avda-foto / Flickr
Datenbrillen sollen nicht nur Gadgets für Technikfans sein, sondern in Nischenbereichen zu wertvollen Ergänzungen heranreifen. So zum Beispiel innerhalb der Helme von Feuerwehrleuten.
An der Technischen Universität Wien wurde ein solcher mit einer 3D-Kamera und einer Wärmebildkamera ausgestattet. Denn wenn sich Feuerwehrleute in brennende Gebäude wagen, haben sie es oft schwer, sich zu orientieren. Besonders bedrohlich wird die Situation, wenn auch noch Rauchschwaden den Blick auf Gefahren versperren.

In solchen Situationen soll das neu entwickelte System entscheidende Vorteile bieten. Die 3D-Kamera erfasst die Umgebung und leitet ein virtuelles Abbild des Gebäudes an die Einsatzleitung weiter. Eine Wärmebildkamera erkennt zusätzlich Gefahren und blendet auf einem durchsichtigen Display den Feuerwehrleuten wichtige Information direkt ins Gesichtsfeld ein.

"Mit Hilfe von 3D-Kameras am Helm können wir in Echtzeit ein virtuelles Abbild des Gebäudes erstellen", erklärte Hannes Kaufmann, Projektleiter an der TU Wien. Dieses 3D-Modell kann nach draußen zur Einsatzleitung geschickt werden, die so einen optimalen Überblick über die Situation behält und die Feuerwehrleute nach Bedarf koordinieren kann.

Die Datenübertragung kann beispielsweise über eine sogenannte Lifeline gewährleistet werden: In vielen Ländern sind Feuerwehrleute beim Betreten brennender Gebäude durch ein Seil mit der Außenwelt verbunden, sodass sie auch bei schwierigen Bedingungen den Weg nach draußen wieder finden. In diesem Seil kann auch das Datenkabel geführt werden - das ermöglicht eine höhere Daten-Übertragungsrate und eine höhere Übertragungssicherheit, als mit Funk möglich wäre.

Den entscheidenden Vorteil des neuartigen Feuerwehrhelm-Modells liefern zusätzliche Infrarot-Kameras. "Mit ihnen kann man genau erkennen, wo große Hitze herrscht. Und diese Information können wir direkt am Helm-Display einblenden", führte Kaufmann aus. "Wenn eine Tür am Helmdisplay dunkelrot eingefärbt wird, dann ist es dort heiß, und man sollte sich lieber fernhalten." Das Wärmebild kann auch helfen, Personen zu finden, die gerettet werden sollen.

Eine weitere Verbesserung sollen Infrarot-Laserstrahlen bringen: Im Gegensatz zu sichtbarem Licht durchdringen Infrarotstrahlen selbst den dichtesten Rauch und können so auch dann Orientierung ermöglichen, wenn man sonst nichts mehr sehen würde. Es geht bei dem Projekt aber nicht nur darum, den Einsatzkräften mehr Daten zu liefern. Erforscht wird auch, wie viel Information in einer solchen Stresssituation überhaupt aufgenommen werden kann. Stellt man zu viele Daten dar, könnten die Feuerwehrleute überfordert werden und Wichtiges übersehen. Feuer, Brand, Feuerwehr Feuer, Brand, Feuerwehr avda-foto / Flickr
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