Adobe: Radikaler Umbau fordert seinen Tribut

Logo, Flash, Adobe Bildquelle: midiman / Flickr
Der Software-Hersteller Adobe verzeichnet weiterhin eine schnelles Wachstum seiner Creative Cloud, über die er seine klassischen Anwendungen nicht mehr verkauft, sondern gegen eine monatliche Gebühr vermietet.
Allein im letzten Quartal ist die Zahl der Abonnenten um 221.000 gestiegen und nun bei einer Marke von 700.000 angekommen, teilte das Unternehmen mit. Trotzdem will man sich nicht gänzlich auf das Geschäftsmodell verlassen und prüft derzeit neue Wege, mit denen man auch jene weiterhin erreicht, die nicht mit Software-Lizenzen in einem Abo-Modell arbeiten wollen.

Generell läuft der radikale Umbau des Geschäfts somit zwar gut, doch er hinterlässt auch seine Spuren in den Bilanzen. So verzeichnete Adobe erst einmal einen Umsatzrückgang von 1,124 Milliarden auf 1,011 Milliarden Dollar. Nach einem Nettogewinn von 224 Millionen Dollar im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurde nun noch ein Überschuss von 77 Millionen Dollar erzielt. Der Rückgang fiel somit zwar merklich, aber längst nicht so stark wie von den Analysten erwartet aus.

Der Umbau des Geschäfts in Richtung der Creative Cloud ist für einen Anbieter klassischer Anwendungen für den Rechner ein gewaltiger Schritt, an den sich auch die Kunden erst einmal gewöhnen müssen. Statt sein Software-Paket Creative Suite wie bisher für einen hohen Preis zu verkaufen, erhalten Nutzer nun für rund 50 Dollar im Monat eine Lizenz für die gesamte Palette an Programmen.

Das hat durchaus Vorteile für Anwender, die nur gelegentlich für bestimmte Projekte entsprechende Anwendungen brauchten. Alle, die ständig mit den Programmen arbeiten, müssen von einer einmaligen Betriebsausgabe auf eine dauerhaft anfallende Gebühr umstellen - was teurer werden kann, wenn man nicht regelmäßig Upgrades zu den neuesten Versionen erwarb. Adobe hatte in der Vergangenheit mehrfach darauf hingewiesen, dass es sich um einen einschneidenden Schritt handele, der erst einmal geringere Erträge bringen wird - mittelfristig soll er sich aber lohnen, weil die Umsätze viel stabiler sind und nicht jedes Mal zum Ende eines Produktzyklus nach unten gehen. Als Ziel definierte das Unternehmen, bis Ende 2015 vier Millionen Creative Cloud-Kunden zu haben. Logo, Flash, Adobe Logo, Flash, Adobe midiman / Flickr
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