Datenschutz-Optionen verfehlen Sorgen der Nutzer

Die Sorgen der Nutzer und die Datenschutz-Aktivitäten der Internet-Unternehmen gehen in verschiedene Richtungen, wie eine Untersuchung zu Fotos im Web zeigt.

Denn gerade bei Bildern ist es häufig der Fall, dass eine Person ohne eigenes Zutun im Netz landet. Laut einer Untersuchung der Leibniz Universität Hannover sind sich viele Menschen nicht bewusst, welche und wie viele Bilddokumente von ihnen im Internet zu finden sind. Dabei wünschen sich die meisten Menschen mehr Informationen über die Existenz solcher Bilder, erklärte Benjamin Henne, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität.

Neben privaten Nachrichten sind automatische Benachrichtigungen bei Facebook eines der wenigen Mittel, wie die Studienteilnehmer von Fotos erfahren haben. So haben Facebook-Markierungen auch eine positive Seite: Sie schaffen Bewusstsein über die eingestellten Fotos. Dies hilft jedoch nicht bei Fotos entfernt bekannter oder fremder Menschen. Die Studienergebnisse zeigen, dass diese Fotos als Bedrohung wahrgenommen werden und, dass die abgebildeten Personen sich nicht ausreichend informiert fühlen.


"Der Fokus zukünftiger Forschung und Entwicklung muss dementsprechend sein, Wege zu finden, um von Fotos zu erfahren, die andere im Web hochladen, während bisher vorwiegend der Schutz der eigenen Bilder im Mittelpunkt steht", erklärte Henne.

So wird beispielsweise auf sozialen Netzwerken wie Facebook die eigene Privatsphäre selten nur durch die eigenen Einstellungen und Verhaltensweisen bestimmt. Neben Fotos von Fremden spielen das Teil- und Markierverhalten sowie die Privatsphäre-Einstellungen von Freunden eine große Rolle. Beispielsweise bekommen bei Facebook häufig Apps, die von Freunden genutzt werden, Zugriff auf die eigenen Fotos. Erste erhobene Daten stützen dabei die Vermutung der Forscher, dass die Zahl der von Freunden geteilten Fotos, Markierungen und Kommentare und somit das mit einhergehende Bedrohungspotenzial häufig von den Nutzern unterschätzt werden.
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Und genau das datenschutztechnische Horrorfeature schlechthin wäre genau hier die perfekte Abhilfe: Gesichtserkennung. Nur so lässt sich effektiv verhindern das andere Fotos mit einem selbst im Internet unbemerkt verbreiten. Stellt sich jetzt die Frage wie weit man seine Daten in die Hände anderer geben will um genau eben das durch andere zu verhindern.
 
@zwutz: Genau diese Gesichtserkennungs-Funktion hat Facebook ja auch, diese wurde jedoch auf Drängen der EU in Europa abgeschaltet.
 
@zwutz: Daran lässt sich auch schön ablesen, wie inkonsistent die Wünsche der Menschen sind, bzw. wie wenig sie über die Konsequenzen dessen, was sie sich wünschen, nachdenken. "Dabei wünschen sich die meisten Menschen mehr Informationen über die Existenz solcher Bilder", die Leute wollen also wissen, wo sie abgebildet sind. Wenn man den selben Leuten die Frage stellen würde "wollen Sie, dass ins Web geladene Bilder automatisch analysiert und die darauf abgebildeten Personen identifiziert werden?", würden sie sicher ganz erschrocken "niemals, auf gar keinen Fall, dann wüsste man ja dass die Figur im Suffkoma da in der Ecke ich bin" antworten...
 
Also ich weiß ja nicht in welche Richtung das hier gehen soll, aber wenn es darum geht, dass die Gesichtserkennung besser wird und dann einfach alle Bilder, die von mir online sind über google oder facebook zu finden sind, da bin ich mir nicht sicher ob das so vorteilhaft für einen ist. Dann wäre es vielleicht doch besser man weiß nichts von den Bildern, wird nicht mit den Bildern in Kontakt gebracht, sodass auch andere Leute die spezifisch nach einem suchen diese Bilder nicht sehen.
 
Tja - leider lässt sich die Technik, Bilder von sich selbst zu finden auch für andere Personen nutzen. Unliebsame Bilder, die man nicht Offline bekommt (warum auch immer), würden durch solche Technologien leichter auffindbar. Und es dürfte doch besser sein, dass es unliebsame Bilder gibt, die fast keiner findet, als dass es welche gibt, von denen man weiß, die dafür jeder finden kann.


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