iPhone-Wettbewerb: EU prüft Vorwürfe gegen Apple

Der US-Konzern Apple steht im Visier der EU-Kommission: Die Wettbewerbshüter der Europäische Union gehen derzeit Vorwürfen nach, wonach das kalifornische Unternehmen Mobilfunkunternehmen in Sachen iPhone unter Druck setzen soll.

Wie die Wirtschafts-Zeitung Financial Times berichtet, hat die EU-Kommission (Vor-)Ermittlungen gegen Apple aufgenommen und hat europäischen Mobilfunkbetreibern deshalb einen Fragekatalog übermittelt. Darin will man von den Carriern erfahren, ob sie von Apple durch unlautere Verkaufs- und Vertriebspraktiken unter Druck gesetzt werden.

Apple iPhone 5 – Photos Every Day
(HD-Version)

Dabei handelt es sich noch nicht um eine offizielle Kartelluntersuchung oder ähnliches, sondern lediglich um Vorermittlungen. Die EU will von den Providern wissen, ob die Apple-Vertragsbedingungen sie zu diversen iPhone-Auflagen zwängen, darunter Mindestbestellmengen, Marketing-Vorgaben sowie Garantien, dass das Unternehmen "niemals" schlechtere Subventionen oder Verkaufsbedingungen als andere Hardware-Hersteller erhält. Kurz: Ob Apple und das iPhone bevorzugt werden.

Die EU hat auch technische Bedenken und zwar stellt man die Frage, ob Apple beim iPhone 5 "technische oder vertragliche Restriktionen" in Zusammenhang mit dem schnellen Übertragungsstandard LTE auferlege.


Hintergrund für den nun verschickten neunseitigen Fragenkatalog sind offenbar Beschwerden einzelner Mobilfunkanbieter. Jedenfalls sollen einige Führungskräfte derartige Vorwürfe an die EU-Kommission herangetragen haben. Bereits Anfang des Jahres hatte die New York Times berichtet, dass eine Gruppe von EU-Providern Details der Apple-Verträge an die EU-Kommission übermittelt und diese eben als unfair kritisiert habe.

Die EU hat anfänglich darauf verwiesen, dass man Apple im Auge behalten werde, der Markt bzw. die Konkurrenz innerhalb der Union aber "gesund" sei. Nun geht man der Sache aber offenbar dennoch genauer nach, woraus man schließen kann, dass sich der Verdacht zumindest nicht abgeschwächt hat.
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Ist das nicht überall so? Jeder Hersteller gibt doch an, wie sein Produkt beworben werden soll. Fängt doch schon bei den Aufstellern an ;) Wenn sich da jetzt mein Händler um die Ecke auch noch drum kümmern müsste, wie er das Zeug bewirbt, kann der Laden zu machen ;)
 
@Schrimpes: Kommt immer auf die Auflagen drauf an. Wenn der Laden um die Ecke etwas nur verkaufen darf, wenn er es ganz vorne im Schaufenster ausstellt und kein Konkurrenzprodukt in der Nähe sein darf, wirds aber kritisch. Gerade bei Produkten die er verkaufen muss um wettbewerbsfähig bleiben zu können
 
@zwutz: Mhmm...erinnert mich an den VW Phaeton. Selbst VW-Händler mussten extra Showräume aufbauen und strikte Auflagen einhalten. Das war auch ein Grund, warum der sich so schlecht verkaufen lies. Letztendlich durfte nicht jeder VW-Händler das Auto ausstellen. Da hat sich VW selbst ausgetrickst ;)
 
@Schrimpes: Das mit diesen strikten Auflagen ist in dem Bereich inzwischen Gang und Gäbe und hat vom Grundprinzip diese Auswirkungen, dass die grossen Autohäuser gefördert werden und die kleinen den Bach runtergehen. Wie überall sonst auch :-(
 
@jigsaw: Ja. Kommen noch die Auflagen hinzu das die Händler so und so viel Autos abnehmen müssen. Der kleine darf dann jedes mal auf die Bank, nen Kredit aufnehmen, und wenn er die Karren nicht los wird, zusehen wie er klar kommt. Mein Onkel zb hat eine kleine Esso Tankstelle. Die sagen dir schon was du bei ihnen kaufen musst (angefangen beim Snikers).


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