Xbox-Gebrauchtspiele: Werden Publisher beteiligt?

Gebrauchtspiele sind einer der ganz großen Aufreger im Hinblick auf die kommende Konsolengeneration. Den Herstellern sind sie ein Dorn im Auge, da sie kein Geld dafür sehen. Das könnte sich bei der Xbox One ändern und zwar mit einem Beteiligungsmodell.

Wie das Branchenfachmagazin MCV berichtet, habe man von Quellen im Handel erfahren, wie Microsoft und die Spiele-Hersteller das "Problem" mit gebrauchten Games lösen wollen. Und zwar sollen sie an den im Second-Hand-Geschäft erzielten Einnahmen beteiligt werden.

Demnach werden Einzelhändler künftig keine Auflagen bekommen, wie viel sie für ein bereits genutztes Spiel verlangen können. Aber: Xbox-One-Hersteller Microsoft und der jeweilige Publisher des Spiels schneiden mit und bekommen einen gewissen Prozentsatz pro verkauftes (Gebraucht-)Game.

Xbox One - Enthüllung der neuen Konsole von Microsoft
(HD-Version)

Laut den CVG-Quellen soll das auf folgende Weise funktionieren: Ein Spieler übergibt ein gebrauchtes Game an den Händler, dieser muss allerdings zuvor sein Einverständnis zu den Geschäftsbedingungen von Microsoft erklärt haben und vor allem an das Azure-basierte Cloud-System zur Erfassung von Spielen angeschlossen sein.

Das Spiel wird daraufhin bei Microsoft als gebraucht bzw. zum Wiederverkauf erfasst, es wird vom Konto des ursprünglichen Besitzers dauerhaft entfernt. Das steht vermutlich im Zusammenhang mit den Aussagen von Microsoft-Manager Phil Harrison, wonach sich die Xbox One alle 24 Stunden mit dem Internet verbinden müsse.

Der Händler kann das Spiel in weiterer Folge zu jenem Preis verkaufen, den er selbst bestimmt, Microsoft und der Publisher bekommen dann einen signifikanten Anteil davon, nach Angaben der Seite ConsoleDeals soll der Handel gerade einmal zehn Prozent behalten dürfen.


Der Bericht von ConsoleDeals, der aber zweifellos mit Vorsicht genossen werden sollte, nennt als "Microsoft-Gebühr" für die Aktivierung eines gebrauchten Spiels einen Betrag von 35 Pfund, was bedeuten würde, dass der Händler gerade einmal 3,50 Pfund (also rund vier Euro) behalten darf. Gegenüber CVG teilte Microsoft mit, dass man bisher lediglich bestätigt habe, dass man Spiele wiederverkaufen könne. Darüber hinaus gebe es zwar "viele mögliche Szenarios", die man diskutiere, aber noch keine konkrete Entscheidung über das Wie.
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Warum sollte man die Spinner 2x vergüten lassen?
 
@Menschenhasser: Ich hoffe, das geht zum BGH. nach deutschem Recht ist das Interesse des Herstellers durch den Erstverkauf abgegolten. Das ist nichts anderes als der Versuch, Datenträger-Spiele so zu kontrollieren, wie es bei Downloads der Fall ist. http://www.computerbild.de/artikel/cbs-News-Gebrauchtspiele-Gerichtsurteil-PC-PS3-Xbox-360-Spielehandel-7605809.html
 
Dieses Preismodell kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, da würde doch kein vernünftiger Händler mitspielen. Ich halte das erst mal für ein absolutes Gerücht.
 
@DON666: Da sollen vermutlich auch keine Händler mitspielen. MS will wie viele andere einfach nicht, dass ihnen durch den Handel von Gebrauchtspielen Gelder durch die Lappen gehen. Und bei einem Verbot ist der allgemeine Aufschrei groß. Also geben sie sich großzügig und stimmen dem Weiterverkauf zu, allerdings mit so spitzenmäßigen Auflagen, dass da kein normal denkender mitmachen dürfte. Und somit haben sie dem Gebrauchtspielehandel auch wieder das Wasser in großen Teilen abgegraben. :)
 
Für die Publisher sicherlich super, aber für den Spieler... Aber so wie es immer ist zuerst ist das gejammere gross aber nach paar Monaten ist alles gegessen ;)


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