Vodafone kündigt Vectoring-DSL mit 100 Mbit/s an

Der Telekommunikationskonzern Vodafone wird zukünftig mit dem Konkurrenten Deutsche Telekom zusammenarbeiten, um über dessen Netz selbst auch VDSL mit Vectoring-Technologie und Bandbreiten bis 100 Megabit pro Sekunde anbieten zu können.

Ein entsprechendes Kooperations-Abkommen sei nach Angaben des Unternehmens nun unterzeichnet worden. Dieses legte man der Bundesnetzagentur vor, die noch ihre Zustimmung zu der Zusammenarbeit geben muss. Die Kooperation wird vor allem deshalb nötig, weil Anschlüsse mit Vectoring nicht angeboten werden können, wenn ein Unternehmen einzelne Kupferleitungen, die aus einem Verteilerkasten zum Haushalt gehen, mietet.

Die Technologie basiert auf einer Reduzierung der Störungen zwischen den einzelnen Anschlüssen. Dafür ist es nötig, dass die Kontrolle über den Datenverkehr auf allen Leitungen in einer Hand gebündelt ist. Durch die Zusammenarbeit wird es Vodafone nun möglich, auf einem von der Telekom kontrollierten Verteiler trotzdem einzelne VDSL-Anschlüsse anzumieten.


Die Anbieter von DSL-Zugängen haben ein großes Interesse an der Technologie. So sind sie vorerst noch nicht gezwungen, in Glasfaser-Anschlüsse zu investieren, um mit den Kabelnetzbetreibern mithalten zu können. Letztere bieten seit der Umstellung auf den DOCSIS3-Standard schon seit einiger Zeit 100-Megabit-Anbindungen an. Mit Vectoring ist es den traditionellen Telekommunikationsunternehmen weiterhin möglich, auf ihre alten Kupferkabel zu setzen und über die Brückentechnologie DSL ordentliche Bandbreiten zu erreichen.

Die Deutsche Telekom will in der Mitte des kommenden Jahres mit dem Ausbau von Vectoring beginnen. Bis dahin muss sich nun also auch Vodafone gedulden, um seinen Kunden schnellere Anschlüsse zur Verfügung stellen zu können. Diese sollen letztlich auch genutzt werden, um weitergehende eigene Angebote wie IPTV vermarkten zu können.
Mehr zum Thema: Vodafone
Diese Nachricht empfehlen
Videos zum Thema
 
Ich halte diese ganze Vectoring Gechichte nur dann für sinnvoll, wenn die Pfeifen parallel auch Glas ausbauen. Tun sie aber vermutlich nicht (oder sagen wir: Langsamer als sie könnten und im Grunde müssten) ... und verlangsamen damit die Entwicklung in Deutschland. Im Grunde hielte ich es hier für am sinnvollsten, wenn das Netz wieder in die Hände des Steuerzahlers zurückgeht.
 
@JoePhi: Der Beitrag ist so sinnlos, da falsch von A bis Z !!! Vectoring und Glasfaser Ausbau sind im Gange! Nur Wunder kann man nicht von heute auf Morgen erwarten. Vielleicht sollte man sich erstmal korrekte Infos einholen.
 
@DJ-Coupe: In anderen Ländern geschehen noch Wunder...
 
@DJ-Coupe: Fakt ist, die von Steuerzahlers längst bezahlten Netze gehören, insbesondere wenn sie sich als solche Räuber wie die Drosselkom offenbaren, nicht in die Hände der Anbieter!
 
@lutschboy: JA, wo denn? Kenne kein Land wo es flächendeckend 100Mbit/s für jeden Kunden gibt. Genau es gibt nämlich keins! Man kann keine 20.000 Mitarbeiter einstellen, das Netz in einem Jahr aufbauen und dann die Mitarbeiter wieder kündigen. Und die Regulierungsbehörde hat die Vectoring Einführung um ein halbes Jahr herausgezogen.


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen

Schreiben Sie uns Ihre Meinung, bewerten Sie Kommentare oder diskutieren Sie mit anderen WinFuture.de Lesern!

Melden Sie sich jetzt kostenlos an
oder verwenden Sie Ihren bestehenden Zugang.

Wöchentlicher Newsletter

LTE Verfügbarkeitsprüfung

Verfügbarkeitsprüfung in Zusammenarbeit mit 4g.de

Vodafone Pakete & Tarife

Weiterführende Links

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles