Online Pass: Electronic Arts schafft Quasi-DRM ab

Der Spielepublisher Electronic Arts hat derzeit nicht den allerbesten Ruf, vor allem in Hinblick auf Digital Rights Management (DRM) gibt es immer wieder Kritik am Unternehmen. Nun schafft EA den besonders ungeliebten Online Pass ab.

Gute Nachricht für regelmäßige Käufer von gebrauchten Videospielen: EA wird sein umstrittenes Online-Pass-Programm einstellen. Wie VentureBeat berichtet, hat Electronic Arts die Rückmeldungen seiner Kunden berücksichtigt und die Einstellung des Online-Pass-Zwanges angekündigt: "Ja, wir werden Online Pass nicht mehr weiterführen, keines der neuen EA-Spiele wird das Feature inkludiert haben", bestätigte John Reseburg, Senior Director of Corporate Communications bei EA.

Der Online Pass war im Prinzip so etwas wie eine DRM-Maßnahme für Gebrauchtspiele, da das Unternehmen von Käufern einer Second-Hand-Version Geld verlangt hat, wenn diese Multiplayer und andere Online-Funktionalitäten nutzen wollten.

Battlefield 4 wird ohne Zwang zum Online Pass kommen
(HD-Version)

Beispielsweise liegt einem Spiel wie Battlefield 3 ein Code bei, der eingegeben werden muss, um die Internet-Funktionalitäten nutzen zu können. Nach einmaliger Eingabe ist der Code nicht mehr gültig, personalisiert bzw. bindet also die Online-Features. Einen weiteren Code erhält man zwar, EA verlangt dafür aber eine Gebühr in Höhe von etwa zehn Euro.

"Ursprünglich wurde er (der Online Pass) in der Absicht gestartet, ein volles Menü an Online-Inhalten und -Diensten zusammenzufassen", so Reseburg. "Viele Spieler haben das Format aber nicht angenommen und wir haben auf das Feedback gehört und beschlossen, es abzuschaffen."


Damit dürfte EA, das bei vielen Spielern einen regelrecht katastrophalen Ruf genießt, wieder ein wenig Sympathie zurückgewinnen. Und hoffentlich wird der Schritt auch eine Vorbildwirkung haben, neben EA nutzen auch Publisher wie Activision und Ubisoft vergleichbare Schranken für Gebrauchtspiele bzw. Online-Modi.

Siehe auch: Electronic Arts ist erneut schlimmste Firma der USA
Diese Nachricht empfehlen
Videos zum Thema
 
Die lassen sich eh wieder eine noch beknacktere Methode einfallen. Als ob EA jetzt den Sinneswandel vollzieht. Glaubt keiner!
 
@Mexbuild: Anfüttern der Meute, damit auch das nächste Spiel gekauft wird. Saftladen...
 
@Tracker92: Mich kriegen die mit so einem Müll nicht.
 
@Mexbuild: ExAkt das habe ich mir auch gedacht. Man kann nicht so einfach glauben, dass sie EA dazu entschließt den OnlinePass aufzugeben ohne eine weitere Methode zur Hand zu haben, mit der sich die Nutzung von gebrauchten Spielen regulieren lässt. Es ist anzunehmen, dass die Konsolen der nächsten Generation (ich bin für ein NäGen ^-^) irgendeine Möglichkeit bieten zu kontrollieren welche Art von Spielen in das ding eingelegt worden ist. Wieso sollte EA, ein multi milliarden Dollar Unternehmen sich plötzlich altruistisch verhalten und auf die Spieler hören, wenn sie es schon bei SimCity, RealRacing3 und anderen Spielen gemacht haben. Ihr jetziger Ruf kommt ja nicht von ungefähr
 
@Mexbuild: Genauso sieht's aus, dass macht EA seit vielen Jahren so. Extremer Kopierschutz, zurückrudern, restriktive AGBs, zurückrudern, extremer Kopierschutz, zurückrudern, restriktive AGBs, zurückrudern... und zwischen jeder zweiten Welle: Entschuldigen.


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen

Schreiben Sie uns Ihre Meinung, bewerten Sie Kommentare oder diskutieren Sie mit anderen WinFuture.de Lesern!

Melden Sie sich jetzt kostenlos an
oder verwenden Sie Ihren bestehenden Zugang.

Wöchentlicher Newsletter

Beliebte Videos

powered by veeseo

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles